Andreas Merk im Umspannwerk in Weil am Rhein.

In regelmäßigen Abständen stellen wir Energiedienst-Mitarbeiter vor. Fünf gleiche Fragen, fünf unterschiedliche Antworten. Quer durch unsere Standorte, Bereiche und Abteilungen beantworten Mitarbeiter immer die gleichen fünf Fragen, um sich und ihre Aufgaben bei Energiedienst vorzustellen.

Dieses Mal haben unsere Auszubildende Jennie Bäumle und unsere Praktikantin Tamara Übelin Andreas Merk, Teamleiter Betrieb Anlagen West (NHW Anlagen) interviewt, der seit 1986 bei Energiedienst arbeitet.

1. Wie und wann bist Du zu Energiedienst gekommen?

In der Zeitung habe ich damals eine Stellenausschreibung für das Wasserkraftwerk in Wyhlen gesehen. Als ich zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, war schnell klar, dass noch eine weitere Stelle bei den Freileitungen in Zell frei ist, wo ich dann auch angefangen habe.

Bei Energiedienst bin ich seit dem 2. Januar 1986. Vier Jahre später bin ich zum Umspannwerk nach Zell gewechselt und habe auch das Umspannwerk Schönau mitbetreut. Dort habe ich bis 1998 gearbeitet und bin danach zu NHW Anlagen (Netze Hochspannung West Anlagen). Mittlerweile bin ich seit fast 20 Jahren in diesem Bereich und insgesamt über 30 Jahre im Unternehmen tätig.

2. Was ist Dein Job bei Energiedienst?

Seit anderthalb Jahren bin ich Teamleiter der Abteilung NHW Anlagen und habe somit auch viel Papierkram zu erledigen. Dazu gehört es, Rechnungen zu bearbeiten, die Wartungslisten im Blick zu haben und detaillierte Planungen zu erstellen. Auch muss der Einsatz von Mitarbeitern und Material geplant werden. Hauptsächlich kümmert sich unsere Abteilung um die Wartung und Reparatur von allem, was in unseren Umspannwerken oder in den Schaltanlagen so zu finden ist. Da ist alles dabei: von Drähten mit einem Querschnitt von 0,24 mm2 bis hin zu Kabeln mit 300 mm2 Querschnitt. Insgesamt betreuen wir in unserem Gebiet 18 Umspannwerke und 60 Schaltstationen, die von Rheinfelden aus ferngesteuert werden.

Größenvergleich: Transformator gegen Andreas Merk. Könnt ihr ihn sehen?

Größenvergleich: Transformator gegen Andreas Merk. Könnt ihr ihn sehen?

Die Büroarbeit ist eine große Umstellung im Vergleich zu meinem früheren Arbeitsalltag. Ich habe fast 30 Jahre lang in unseren Umspannwerken und Schaltstationen gearbeitet und war ständig überall unterwegs, denn unser Einsatzgebiet erstreckt sich von Tunsel bis Albbruck und von Grenzach bis Todtnau. Zu meinen regelmäßigen Aufgaben gehört nach wie vor der Bereitschaftsdienst.

Wir kontrollieren die Umspannwerke alle drei Monate und die Schaltstationen alle sechs Monate. Außerdem müssen wir immer mal wieder Leistungsschalterrevisionen durchführen und kontrollieren. Das heißt, ein Gerät wird völlig auseinandergebaut, die kaputten Teile ersetzt und zum Schluss wird alles wieder zusammengebaut.
Ich bin auch draußen auf den Baustellen unterwegs, um zu schauen, wie es läuft. Wirklich kontrollieren muss ich meine Kollegen allerdings nicht. Wir arbeiten schon lange zusammen und ich kann mich voll auf sie verlassen.

3. Wie und wo tankst Du Deine Energie während der Arbeitszeit/in den Pausen auf?

Am liebsten tanke ich meine Energie im Aufenthaltsraum beim Mittagessen oder bei einem Kaffee mit Kollegen auf. Dort halten wir dann ein Schwätzchen, auch über Themen, die über die Arbeit hinausgehen. Dabei kann ich vom Arbeitsalltag abschalten. Wichtig ist es, dass man ab und zu mal etwas Anderes sieht.

4. Was war Dein persönliches Highlight in den letzten Wochen?

Bei uns ist immer viel los, da kann man nicht so wirklich von einem Highlight sprechen. Aber ein Ereignis, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird, war die Trafo-Abnahme in Ljubljana im letzten Frühling. Wir sind nach Slowenien gereist und haben die Trafos geprüft, die dann zu uns geliefert werden. Natürlich gibt es Verordnungen und Auflagen, die diese neuen Trafos erfüllen müssen, aber wir verlassen uns da nicht blind auf die Papiere, sondern überprüfen vor Ort selbst die Isolierung durch Hochspannungsmessungen. Bei 500.000 Volt kann es dabei ganz schön laut werden.

Ein seltener Anblick: das Innere eines Trafos ganz ohne Gehäuse

Ein seltener Anblick: das Innere eines Trafos ganz ohne Gehäuse

Drei von sechs Trafos sind inzwischen schon da und in Zollhaus, Bonndorf und Segeten eingebaut. Ein weiterer kommt noch dieses Jahr und die letzten beiden dann im nächsten Jahr. Warum das Ganze? Die Lebensdauer eines Trafos ist begrenzt, deswegen muss er ausgewechselt werden. Der Vorteil an dem neuen Trafo ist, dass er kleiner ist und trotzdem eine höhere Leistung bringt. Der alte Trafo wird beim Umbau vom Netz genommen, auf Stahlschienen aus der Anlage herausgezogen und verschrottet und der neue wird hineingeschoben. Mit der Abschaltung des Trafos beginnt für unsre Abteilung die Arbeit, nämlich erst mit dem Abklemmen der Leitungen und später mit dem Anschließen von Steuerkabeln und Kupferschienen und Alurohre für die Mittel- und Hochspannung. Da sind zwei oder drei Leute schon mal zwei bis drei Wochen beschäftigt.

5. Aus welchem Bereich würdest Du gerne das nächste Mitarbeiterinterview lesen?

Ich würde gerne etwas von Dirk Umland lesen, er ist Teamleiter des Bereichs Leitungen Ost in Blumberg-Zollhaus. Während sich unsere Abteilung um die Anlagen am Boden kümmert, geht es bei den Kollegen der Freileitung hoch hinaus – bei Wind und Wetter.

Antworten von Andreas Merk

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