In unserer Serie beantworten Kollegen 5 Fragen zu ihrem Job und über sich. Bereichsleiter Christoph Umbricht erzählt von seinem neuorganisierten Team Photovoltaik und seinen Herausforderungen.
Ich arbeite in der Kommunikation von Energiedienst in Laufenburg. Neulich beim Umzug begegnete mir Christoph Umbricht im Gang, denn meine Abteilung und seine Kollegen haben die Büros getauscht. Jetzt hat er im dritten Stock einen schönen Ausblick auf das Kraftwerk Laufenburg. Eine neue Perspektive bot ihm auch das Photovoltaikgeschäft der Energiedienst-Gruppe, das seit 2019 neuorganisiert ist. Grund genug mal bei Christoph nachzufragen.
1. Wie und wann bist Du zu Energiedienst gekommen und was hast Du vorher gemacht?
Vorher habe ich bei der Regionalwerke AG Baden als Geschäftsführer gearbeitet. Die Regionalwerke AG Baden ist als klassisches Stadtwerk in den Bereichen Gas, Wasser, Wärme und Strom plus zugehöriger Dienstleistungen tätig. In diesem Job hat mir nach fünf Jahren das operative Geschäft und auch die Herausforderung gefehlt. Ich wollte mich wieder mehr mit Kunden und dem Tagesgeschäft auseinandersetzen. Zu dieser Zeit suchte Energiedienst einen Leiter operativer Betrieb neue Geschäftsfelder. Ich habe mich beworben und bekam den Job. Über die Zusage habe ich mich sehr gefreut.
2. Was ist Dein Job bei Energiedienst?
Seit Oktober 2019 leite ich den neuen Geschäftsbereich Photovoltaik der Energiedienst-Gruppe mit rund 80 Mitarbeitern an verschiedenen Standorten in der Schweiz und in Deutschland. Für mich eine tolle und herausfordernde neue Aufgabe, bei der ich für die beiden Tochtergesellschaften Winsun und TRITEC wie auch für das Photovoltaikgeschäft von Energiedienst in Deutschland verantwortlich bin.

Das Team Photovoltaik Deutschland (v. l.): Christoph Umbricht, Marco Keller, Markus Koseloswke, Michael Badten. Foto: Energiedienst
Eine große Aufgabe ist, die verschiedenen bestehenden PV-Einheiten näher zusammen zu führen und in einem anspruchsvollen Marktumfeld gemeinsam positive Ergebnisse zu erzielen. Gemessen an Stückzahlen ist Winsun der zweitgrößte Anlagenbauer im Bereich Photovoltaik in der Schweiz und verbaut im Jahr ca. 280 Anlagen. TRITEC ist ebenfalls ein PV-Anlagenbauer und zudem auf Großhandel und Montagesysteme spezialisiert. Hier werden aktuell rund 160 größere Anlagen im Jahr montiert und Material für weitere ca. 300 Anlagen über den Großhandel veräußert.

Winsun erhielt für die 90-kW-Photovoltaik-Anlage in Ebmatingen (Schweiz) den PlusEnergieBau-Solarpreis 2019. Foto: Winsun
Das Photovoltaikgeschäft Deutschland bauen wir neu auf. Wir arbeiten hier mit Handwerkern vor Ort zusammen. Der Verkauf in Deutschland läuft gut an: Insbesondere sind unsere PV-Anlagen zum Festpreis bei Kunden sehr gefragt. Mittlerweile hat das Produkt auch einen Namen, es heißt Sonnenwerk.

Das Photovoltaikgeschäft Deutschland wird in Zusammenarbeit mit Handwerkern vor Ort ausgebaut. Foto: Energiedienst/Juri Junkov
Neben all dem war ich 2019 auch stark im Strategieteam gefordert, in dem wir die neue Strategie für unser Unternehmen ausgearbeitet haben. Diese aus meiner Sicht gute und fassbare neue Strategie werden wir in den nächsten Monaten firmenweit kommunizieren und bei den Mitarbeitern verankern.
3. Wie und wo tankst Du Deine Energie während der Arbeitszeit / in den Pausen auf?
Ich gehe gerne in Laufenburg in die Cafeteria, um einen Kaffee zu trinken und Kollegen für einen kurzen Austausch zu treffen. Ich finde, dass trotz der vielen Herausforderungen hier im Unternehmen ein engagiertes Team zusammenarbeitet, die Menschen positiv gestimmt sind und gerne hier arbeiten. Das motiviert!
4. Was war Dein persönliches Highlight in den vergangenen Wochen?
Mein Highlight war Anfang Oktober die Beförderung zum Bereichsleiter Photovoltaik. Ich habe hier die von mir gesuchte Herausforderung bekommen. Die Mitarbeiter sind motiviert und wollen in einem durchaus anspruchsvollen Umfeld etwas erreichen und wir beginnen trotz unterschiedlicher Dialekte eine gemeinsame Sprache zu sprechen (lacht). Ich spüre hier ganz viel Willen und Freude an Erfolgserlebnissen.
5. Aus welchem Bereich würdest Du gerne das nächste Mitarbeiterinterview lesen?
Ich bin öfters am Energiedienst-Standort in Donaueschingen, wo wir in der Nähe eine große PV-Freiflächen-Anlage in Döggingen gebaut haben. Auch dort arbeiten motivierte Kolleginnen und Kollegen. Für mich ist wichtig, dass wir künftig noch enger über alle Standorte hinweg zusammenarbeiten. In Donaueschingen habe ich zum Beispiel mit Albert Vonnier im Vertrieb zu tun und ich würde mich freuen, wenn er einmal interviewt wird.

Energiedienst baute in Döggingen eine PV-Freiflächenanlage mit 750 kW. Foto: Energiedienst

Monika Kiefer arbeitet in der Unternehmenskommunikation: „Meine Arbeiten im Team „Kommunikation“ sind abwechslungsreich und spannend, da ich sehr viel Kundenkontakt am Telefon habe. Ich organisiere Kraftwerksbesichtigungen und habe für Lehrer und Schüler ein offenes Ohr, wenn finanzielle Unterstützung bei naturwissenschaftlichen Projekten gefragt ist oder Unterrichtsmaterialien gewünscht sind.“
Schöner Einblick in die Arbeit und vor allem die Motivation von Christoph Umbricht. Wünsche viel Glück bei der weiteren Verbreitung von PV in der Schweiz, die arg Not tut. Noch günstigere Preise und vor allem Beispiele mit Payback-Berechnungen für interessierte Bauherren würden da helfen noch unsichere Investoren zu überzeugen. Das gemeinsam mit Winsun und BS2 umgestaltete Kirchengebäude in Ebmatingen war ein erfolgreiches und publikumswirksames Beispiel dafür, wie einfach alles sein könnte. Danke!
Besten Dank für die Rückmeldung. Ich denke auch, dass die Menschen bei PV immer noch zu unsicher sind. Dabei zeigen die zwei spannenden Beispiele der winsun, dass die in der Verkaufsphase gemachten Angaben bei einer Nachprüfung bestätigt und sogar noch übertroffen werden können:
https://www.youtube.com/watch?v=aO9A1BCttPo
Analoge Ergebnisse erzielen auch Industrie- und Gewerbeanlagen, wenn die Anlagen richtig ausgelegt werden.
Was die beiden Beispiele auch schön zeigen ist, dass mit einer bewussten Erhöhung des Eigenverbrauchs (z. B. Wäsche waschen, wenn die Sonne scheint und nicht in der Nacht) die Rentabilität einer PV-Anlage noch weiter erhöht werden kann.