In regelmäßigen Abständen stellen wir Energiedienst-Mitarbeiter vor. Fünf gleiche Fragen, fünf unterschiedliche Antworten. Quer durch unsere Standorte, Bereiche und Abteilungen beantworten Mitarbeiter immer die gleichen fünf Fragen, um sich und ihre Aufgaben bei Energiedienst vorzustellen.

Dieses Mal hat unsere Volontärin Tamara Übelin Georg Kaltenbach aus dem Bereich Anlagen, Sekundärtechnik und Kabelfehlerortung interviewt.

1. Wie und wann bist Du zu Energiedienst gekommen?

In der Abteilung NHA Anlagen, Sekundärtechnik und Kabelfehlerortung der ED Netze arbeite ich seit Oktober 2013. Ich habe meine Ausbildung damals bei KWL (Kraftwerk Laufenburg) gemacht und in der Lehrwerkstatt in Donaueschingen gelernt.

Eine Zeit lang war ich dann bei der Betriebsstelle in Königsfeld tätig und habe später an der Meisterschule in Freiburg den Elektrotechnikermeister gemacht.

Anschließend habe ich fünfeinhalb Jahre bei den Stadtwerken Villingen in der Netzleitstelle gearbeitet, bis in Donaueschingen die Stelle im Bereich Netzschutz und Kabelmesswagen ausgeschrieben war. Seither arbeite ich in Donaueschingen und im gesamten östlichen Netzgebiet.

2. Was ist Dein Job bei Energiedienst?

Unser Bereich ist hauptsächlich dafür zuständig, die Schutzgeräte in Umspannwerken und Schaltstationen zu parametrieren und zu prüfen.

Einfach erklärt: Ich gebe errechnete Einstellwerte und Daten in eine Software ein und simuliere mit Strom und Spannung einen Fehler bzw. einen Kurzschluss am Netzschutzgerät. Das Gerät muss den Fehler erkennen und richtig auslösen. Erst dann können wir es in Betrieb nehmen.

Den Netzschutz der Geräte in den Umspannwerken und Schaltstationen prüfen wir turnusmäßig alle fünf Jahre, aber vor allem, bevor eine neue Anlage ans Netz geht.

Georg Kaltenbach prüft das Netzschutzgerät der 20 kV-Anlage im neuen Gebäude des Umspannwerks in Wutöschingen.

Häufig arbeiten wir auch als Dienstleister für externe Kunden und Firmen und prüfen ihre Schutzgeräte bei Trafostationen oder lesen beispielsweise Fehler bei Straßenbeleuchtungsnetzen aus – wie letztens in der Gemeinde Hardt.

Wenn es in unserem Netzgebiet einen Stromausfall gibt und ein defektes Kabel der Grund dafür ist, lokalisieren wir die beschädigte Kabelstelle mit den Messgeräten des Kabelmesswagens.

Mit dem Kabelmesswagen im Einsatz: Georg Kaltenbach wertet die Messdaten aus.

Mit dem sogenannten „Sniffer“ können wir zum Beispiel entweichende Verbrennungsgase orten, die entstehen, wenn eine Kabelmuffe defekt ist. Das Messgerät „erschnüffelt“ die Konzentration des Gases im Erdreich. An dem Ort mit der maximalen Gasansammlung liegt folglich die Fehlerstelle des Kabels. Wir werten die Daten aus und die Monteure können anschließend das Kabel reparieren.

Ich arbeite sehr gerne in meinem Team, weil die Zusammenarbeit und die Kommunikation einfach gut funktionieren. Das ist besonders wichtig bei einem Stromausfall.

3. Wie und wo tankst Du Deine Energie während der Arbeitszeit/in den Pausen auf?

Das ist immer unterschiedlich. Wenn wir auf einer Baustelle arbeiten, verbringe ich die Pausen mit meinen Kollegen bei einem Kaffee im Baustellencontainer, ansonsten auch in der Kaffeeküche am Standort in Donaueschingen.

4. Was war Dein persönliches Highlight in den letzten Wochen?

In den letzten Wochen haben wir einige 110 kV- und 20 kV-Anlagen in Betrieb genommen, zum Beispiel in Zollhaus, Singen und gerade in Wutöschingen. Das sind immer große Projekte und Herausforderungen. In Wutöschingen bauen wir derzeit modernere 110 kV- und 20 kV-Anlagen, die dann in einem Gebäude zusammengelegt werden. Wir prüfen vor Ort die Schutzgeräte und bauen sie ein.

Aus analog wird digital: Die Netzschutzgeräte der 20 kV-Anlagen im Umspannwerk Wutöschingen.

Mein persönliches Highlight war das Fußballspiel vom SC Freiburg gegen den FSV Mainz 05 Ende November. Da habe ich zusammen mit meinen beiden fußballbegeisterten Jungs zum ersten Mal ein Spiel live im Stadion miterlebt.

5. Aus welchem Bereich würdest Du gerne das nächste Mitarbeiterinterview lesen?

Das nächste Interview würde ich gerne von Daniel Maggi lesen. Er arbeitet auch im Bereich NHA, allerdings in Rheinfelden und im westlichen Netzgebiet.

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