Wie die Zeit vergeht: am 15. September wird das Wasserkraftwerk Rheinfelden fünf Jahre alt. Für so ein Kraftwerk ist das noch kein Alter, schließlich produzierte das alte Kraftwerk weit über 100 Jahre Strom. Unser Neubau ist also wirklich noch ein junges Bauwerk, dafür hat es schon Einiges erlebt.

Seit den 70er Jahren liefen die ersten Planungen für das neue Kraftwerk. Ein solches „Jahrhundert-Projekt“ braucht Zeit und viel Vorbereitung. Allein der Genehmigungsprozess mit den Behörden beiderseits des Rheins hat sich über 15 Jahre erstreckt. Nun steht das Kraftwerk und ist zum festen Bestandteil der Silhouette am Rheinufer geworden.

Das Bauwerk selbst ist von außen kaum zu sehen, denn es steht größtenteils im Wasser, um den Blick auf die Landschaft nicht zu verstellen.

Kaum vorstellbare Dimensionen

In den neun Jahren Bauzeit wurden etliche Tonnen Beton und Stahl und Eisen verbaut. Allein im Stauwehr stecken satte 55.000 Kubikmeter Beton.

Im Maschinenhaus sind rund 12.000 Tonnen Eisen verbaut, der Eiffelturm in Paris besteht aus 10.000 Tonnen Stahl.

Wasserkraftwerk-Rheinfelden

Das Wasserkraftwerk Rheinfelden zeigt sich von seiner besten Seite.

Der Rhein führt im Durchschnitt 1.000 Kubikmeter pro Sekunde Wasser. Das sind eine Million Liter! Damit könnte man locker 8000 Badewannen füllen. Sie bevorzugen eine Dusche? Mit dem Wasser, das in den fünf Jahren den Rhein hinabgeflossen ist, könnten alle Menschen in Deutschland ein ganzes Leben lang täglich zehn Minuten lang duschen.

Mit so viel Wasser lässt sich aber auch eine ganze Menge Strom produzieren. Die installierte Leistung des Kraftwerks beträgt 100 Megawatt. Ein Megawatt sind eine Million Watt.

Jetzt sind Sie gefragt. Gehen Sie doch mal eben ins Badezimmer und schauen auf ihrem Föhn nach der Leistung. Der benötigt um die 1.500 W(att). Mit der Leistung des Kraftwerks könnten demnach beinahe alle Einwohner Lörrachs und Waldshuts gleichzeitig die Haare föhnen. Im Dauerbetrieb über fünf Jahre halten das wohl weder Föhn noch Haare aus.

Sie haben, so wie ich, nicht mehr ganz so viele Haare und benutzen keinen Föhn? Dann besitzen sie vielleicht ein Elektrofahrzeug. Mit dem bisher erzeugten Strom könnten Sie zum Beispiel einen Renault ZOE laden. Damit könnten Sie dann umweltfreundlich 17mal um den Globus fahren. Und dabei haben Sie nicht ein Gramm CO2 ausgestoßen.

Oder Sie stellen einfach die Waschmaschine für ein 60° C Normalprogramm an. Natürlich nicht nur Sie, sondern ganz Freiburg. Jeder Einwohner für sich. Jeden Tag. 90 Jahre lang. Wenn Sie ihre Wäsche dazu in den Trockner geben, reicht der Strom nur 40 Jahre. Wenn Sie neugierig sind, wie sich ihr Stromverbrauch daheim aufschlüsselt, schauen Sie doch mal hier.

Das Kraftwerk ist ein wahrer Besuchermagnet. Jedes Jahr kommen 10.000 Gäste um das Kraftwerk zu besichtigen.

Wasserkraftwerk-Rheinfelden-Umgehungsgewaesser

Ein ansehnlicher Lebensraum.

Ein wahres Kleinod

„Chunsch a dr Rhi häsch Zitt zu lose häsch Zitt zum Sii.“ (für alle Nicht-Alemannen: Am Rhein ist gut leben und entspannen.)

Mit dem Rad fahre ich morgens und abends am Rhein entlang. Dabei treffe ich bekannte Gesichter wie die Damen, die mit ihren Hunden Gassi gehen, und genieße den Blick aufs Wasser.

Bei schönem Wetter ziehen Jogger ihre Runden und Naturliebhaber versuchen einen Eisvogel zu erspähen. Bootswanderer setzen am Kraftwerk ihre Boote um und der Radsportverein nutzt das Stauwehr für seine Trainingsrunde.

Von den beiden Aussichtspunkten am Umgehungsgewässer bietet sich ein guter Blick auf Flussregenpfeifer und Wasseramseln. Wer Glück hat, sieht Barben oder Flussbarsche vorbei schwimmen.

Wasserkraftwerk-Rheinfelden-Aussichtspunkte

Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein.

Nach Rheinfelden sind es knapp drei Kilometer, beiderseits des Flusses. Wer möchte, kann auch eine Runde drehen, denn am Kraftwerk ist der Übergang stets begehbar.

Mehr Ausflugstipps gibt´s auf unserer Internetseite.

Die Umgebung hat sich in den letzten fünf Jahren sehr gut entwickelt. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Entspannen, Erkunden und Erleben.

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