Wie sich die Zeiten ändern. Früher mussten sich die Schüler ins Zeug legen, um eine Lehrstelle zur finden, heute die Betriebe. Vor allem im technischen Bereich verschärft sich der Wettbewerb um Talente. Das ist bei uns nicht anders. Auch bei uns gehen die Bewerberzahlen zurück. Bislang können wir die Ausbildungsstellen zwar noch mit guten Bewerbern besetzen, aber abwarten und Däumchen drehen und zu hoffen, dass die Bewerberzahlen irgendwann von selbst wieder nach oben gehen, ist der falsche Ansatz.

Wir müssen selbst dafür sorgen, dass wir eine volle Talent-Pipeline haben. Und das klappt am besten, wenn uns potenzielle Azubis als spannendes Ausbildungsunternehmen und attraktiven Arbeitgeber in der Region wahrnehmen. Und wer könnte das besser rüberbringen als die Azubis selbst?

Marketing ja, aber…

Denn Marketing, oder Employer Branding wie man nun so schön sagt, ist nur eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass wir als Unternehmen die Marketing-Versprechen in Bezug auf einen tollen Arbeitsplatz natürlich halten müssen. Wir haben versucht, beides zu kombinieren. Anstatt den üblichen Weg zu gehen und eine Agentur mit dem kompletten Konzept und der Umsetzung zu beauftragen, haben wir entschieden, dass die Auszubildenden das Marketing selbst gestalten sollen. So können wir ihnen zusätzlich ein weiteres spannendes Feld aus dem Berufsleben aufzeigen. Natürlich lassen wir die Azubis dabei nicht allein, sondern leisten fachliche Unterstützung durch die Ausbilder und die Unternehmensbereiche Marketing und Kommunikation.

Aller Anfang ist die Botschaft

Wie bei jeder klassischen Kampagne müssen auch zu Beginn einer Ausbildungskampagne Botschaften entwickelt werden. Bei uns standen dabei bewusst nicht die Berufsbeschreibungen im Vordergrund, denn was ein Elektroniker für Betriebstechnik macht und welche Voraussetzungen man dafür mitbringen muss, kann ein Bewerber an vielen Stellen finden. Wir wollten uns darauf konzentrieren, was uns aus Sicht der Azubis besonders macht. Die persönlichen Empfindungen und Erfahrungen standen im Vordergrund.

Bei einem Workshop erarbeiteten die Azubis, was ihnen an der Ausbildung und Arbeit bei Energiedienst am meisten gefällt. Daraus haben wir die Kernbotschaften für die Kampagne abgeleitet:

  • Wir arbeiten viel in Projekten
  • Wir arbeiten bereits sehr früh selbstständig und eigenverantwortlich
  • Wir sind in ein Team integriert
  • Unsere Aufgaben sind sehr vielfältig

Taten nicht nur Worte

Was lag näher, als die Kernbotschaft „Projektverantwortung“ gleich zu leben? Die Azubis haben also die Kernbotschaften in verschiedenen Maßnahmen umgesetzt: Messestand, Ausbildungsflyer, Anzeigen sowie ein Film. Zum Konzept gehörte auch, über den Film ein Making-of zu erstellen. Denn wie soll man sonst erkennen, dass der Film ein Projekt der Azubis ist?

Messestand

So sehen ab jetzt die neuen Messestellwände aus.

Flyer

Der neue Flyer …

Beileger

… mit Beileger.

Einbindung von Facebook

Bei der Anzeigengestaltung zeigten die Azubis aus dem 3. Lehrjahr ihr Können. Sie teilten sich in zwei Gruppen auf und erarbeiteten je ein Anzeigen-Motiv. Die Motive shootete ein professioneller Fotografen. Welche Anzeige am Ende das Rennen machte und in Print- und Online-Publikationen für die Ausbildung werben sollte, entschied die Social Media Community. Bei Facebook konnten die Mitglieder abstimmen, welches Motiv besser passt. Über 200 Teilnehmer und mehr als 20.000 erreichte Nutzer in der Zielgruppe sprechen für den Erfolg der Aktion.

Anzeige

Die Gewinner-Anzeige

Werbespot und Making-of

Parallel dazu erarbeitet derzeit eine Projektgruppe zusammen mit einem Filmproduzenten den Ausbildungsspot. Voraussetzung ist, in 90 bis maximal 120 Sekunden die Kernbotschaften zu kommunizieren. Der Film soll über Social Media verbreitet werden und auf der Internetseite abrufbar sein sowie auf Messen und in Präsentationen eingesetzt werden. Die Azubis sind auch dabei für den vollständigen Ablauf verantwortlich: Von der Konzeption, über das Drehbuchschreiben, Casting und die Organisation der Drehorte etc.

Workshop-Drehbuch

Das Drehbuch steht …

Dreharbeiten_Nathalie

… die Dreharbeiten können beginnen.

Dreharbeiten_Anna-Lisa

Wir sind gespannt auf das Ergebnis!

Positive Zwischenbilanz

Bereits jetzt ziehen wir sehr positive Schlüsse aus der Aktion. Das Feedback aus dem Unternehmen heraus und auf den sozialen Medien war toll und sehr ermutigend. Zudem betrachten wir solche Maßnahmen nicht als einmalige Versuche. Sie reihen sich in eine Vielzahl von Maßnahmen ein, die wir bereits über Jahre nachhaltig etabliert haben, wie etwa den Girls‘ Day oder Bildungspartnerschaften mit Schulen in Südbaden.

Azubis

Die Film-Crew.

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