Abbildung: Mit einem Kopfsprung sind die beiden Helfer vom DLRG im Wasser und bringen den Mimen zum Boot. Jede Sekunde zählt.

Schwächeanfall beim Schwimmen, starke Strömung und Rhein – und schon gerät der Jugendliche kurz vorm Wasserkraftwerk Wyhlen in Not. Rettungskräfte ziehen den jungen Mann in letzter Sekunde aus dem Wasser, retten ihn vorm Ertrinken. Dramatisch – aber glücklicherweise nur gespielt. Kürzlich reihten sich „Unfälle“ und „Notsituationen“ aneinander – beim Landeswettbewerb vom Badischen Roten Kreuz. Am Wasserkraftwerk Wyhlen zeigten die Retter ihr Können und versorgten so manchen Mimen fachmännisch vor den kritischen Augen einer Jury.

Gruppen aus ganz Baden am Hochrhein

DRK Mitarbeiter mit Sauerstoff und Verbandsmaterial

Sauerstoff, Verbände… alles ist immer dabei

Jedes Jahr messen sich die Ortsgruppen von Kehl bis Konstanz in einem Wettbewerb und stellen ihre Fähigkeiten von Erster Hilfe über Technik und Sicherheit bis hin zu spezifischem Rotkreuzwissen unter Beweis. Dabei durchliefen diesmal etwa 100 Helfer einen Parcours, der sie stets aufs Neue forderte – mit alltagsnahen, aber komplexen Notfällen. Und eine kleine Sensation für den Landkreis Lörrach gab‘s auch noch: Die Ortsgruppe Zell im Wiesental entschied den Landeswettbewerb ganz knapp für sich.

Die inszenierten Notfälle waren so täuschend echt, dass Passanten sogar die „112“ anriefen. Aber alles nur gespielt: ein eingestürztes Gewächshaus mit verschütteten Personen oder ein Unfall mit Gefahrgut. Einmal war ein offener Beinbruch zu versorgen, ein anderes Mal schrien die Schauspieler mit schweren Brandwunden vor Schmerzen. Immer musste es schnell gehen, wie immer möglichst ohne Fehler, denn die Schiedsrichter waren überall zugegen.

Vielseitig zu Land und auf dem Wasser

DRK Teamarbeit

Auf 3! – Teamarbeit ist ein Muss

Von morgens um 9 Uhr bis abends um 17 Uhr stellten sich insgesamt 16 Gruppen den inszenierten Notfällen. Am Kraftwerk in Wyhlen warteten gleich an zwei Stationen die Herausforderungen. Bei der Rettung des Schwimmers war Eile geboten, denn der Rhein fließt hier mit zwei Metern pro Sekunde (zum Vergleich: so schnell schwamm Michael Phelps für Gold bei Olympia 2012). An einem Transformator waren zudem zwei Personen zu versorgen, die durch einen Kurzschluss schwere Verbrennungen und einen Herzstillstand erlitten.

Ich war beeindruckt, mit welcher Professionalität und Routine die ehrenamtlichen Helfer diese Aufgaben meisterten. Da ging alles Hand in Hand und die Kommandos hallten nur so: „Ich brauche das Brandtuch!“ „Achte auf den Kopf, wenn wir anheben!“ oder „Weg vom Patienten, Defi(brillator) läuft!“

Mein persönlicher Höhepunkt: Ich rase mit den Rettern auf einem Boot der DLRG auf dem Rhein, um den Ertrinkenden zu retten. Er winkt schon hektisch nach uns. Mit einem Kopfsprung sind die beiden Helfer vom DLRG im Wasser und bringen den Mimen zum Boot. Die beiden zierlichen Damen ziehen ihn an Bord und beginnen, den Mann zu versorgen. Das heißt dann Verletzungs-Check am ganzen Körper, Puls und Blutdruck kontrollieren und die nassen Klamotten aus. Kaum liegt der Verletzte stabil auf der Trage geht‘s mit Vollgas zurück zum Bootsanleger. Dort wartet schon der Rettungswagen…

Ausklang in der Hochrheinhalle

Am Abend lassen die Gruppen gemeinsam mit den Schauspielern den Tag gemeinsam ausklingen, und ein kühles Getränk ist nach so einem Tag herrlich erfrischend. Grund zum Feiern gab’s ja schließlich auch: Mit der Ortsgruppe Zell im Wiesental kommt der Landesmeister zum dritten Mal in Folge aus dem Kreis Lörrach – das gab´s noch nie und ist ein toller Erfolg für die Region.

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