Meine Kollegin Anke berichtete begeistert von Ihrem neuen Thema in der aktuellen NaturKunde, unserem Kundenmagazin, und fragte mich, ob ich die „Becherhelden“ kenne. Erstaunt blickt sie mich an, als ich ihr sage: „Ich habe einen“.

Becherheld der Deutschen Umwelthilfe e.V.

Doch was ist das Besondere an diesem Becher von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und warum ist er sinnvoll?

Man sieht sie an jeder Bus- und Bahnhaltestellen, in Parks, den Innenstädten, an den Orten, wo junge Leute zusammenkommen, und vermehrt jetzt in der kalten Jahreszeit. Sie bestehen aus Pappe oder Kunststoff. Mal braun, mal bunt, mit Plastikdeckel, manchmal sogar mit Papp-Manschette. Manche von ihnen genießen einen stylischen Auftritt: in bunten Farben, aus Keramik, Metall oder sogar aus Bambus. Auf jeden Fall sind sie voll im Trend: Coffee to go–Becher.

Was in amerikanischen Fastfood- und Kaffeeketten vor Jahren begann, ist inzwischen selbstverständlich geworden: Coffee to go gibt es inzwischen bei fast jedem Bäcker und Kiosk – und nicht nur in den Städten. Ein Trend, der eine riesige Menge Müll verursacht.

Das Problem der Einwegbecherflut

Nach Schätzungen der DUH verbrauchen die Deutschen bundesweit pro Jahr fast drei Milliarden Einwegbecher für Coffee to go. Das sind stündlich 320.000 Coffee to go-Becher. Hinzu kommt Zubehör wie Plastikdeckel, Rührstäbchen und Strohhalme.

Nach wenigen Minuten Gebrauch landet alles – bestenfalls – im Müll und lässt in vielen Innenstädten die Abfallbehälter überquellen. In anderen Fällen werden die Trinkgefäße achtlos weggeworfen und verschmutzen Straßen, öffentliche Plätze und die Natur. Das belastet die Umwelt und die Abfallwirtschaft der Kommunen.

Mehrweg statt Einweg, (c) Sascha Krautz/DUH

Dabei handelt es sich leider nicht nur um einen einfachen Pappbecher… In der Regel bestehen Coffee to go – Becher aus neuen Papierfasern (für die Bäume gefällt werden müssen) und sind auf der Innenseite mit Kunststoff (meist Polyethylen) beschichtet, damit sie nicht durchweichen.

Aufgrund dieser Beschichtung lässt sich der Becher nicht biologisch abbauen und nur schwer recyceln. Doch oft landen sie eh in öffentlichen Abfallbehältern und damit in der Müllverbrennung.

Laut DUH verschlingt die Herstellung der in Deutschland verbrauchten Becher jährlich 320 Millionen kWh Energie und setzt rund 83.000 Tonnen CO2 frei. Für die Polyethylen-Beschichtung der Innenseiten und die Polystyrol-Deckel werden zusätzliche 22.000 Tonnen Rohöl benötigt und weitere 28.000 Tonnen CO2emittiert.

Coffee to go again

Immer lauter formiert sich quer durch Deutschland eine Front gegen die ‚Pappbecher‘-Müllberge, und damit ein Umdenkprozess.

Eine ganze Reihe von Initiativen, unterstützt von vielen Städten und Kommunen, kämpft mittlerweile für die Eindämmung der Becherflut. Mit Imagekampagnen werden Konsumenten zum Umstieg auf Mehrwegbecher motiviert.

In Städten wie Hamburg, München und sogar in Freiburg existieren Becher-Pfandsysteme. In vielen Cafés und Bäckereien können sich die Kunden ihren Kaffee in eigens dafür ausgegebene Pfandbecher füllen lassen und erhalten den Kaffee oft auch noch günstiger.

In andere Cafés sind die Kunden mit ihren mitgebrachten Bechern und Tassen willkommen, in das das Wunsch-Heißgetränk gefüllt wird. Selbst Fastfood-Ketten wie McDonalds und Starbucks machen mit.

Ein Becher für jeden Geschmack, (c) Sascha Krautz/DUH

Schulen, Universitäten und Unternehmen gehen mit gutem Beispiel voran und verbannen Einwegbecher aus ihren Automaten, Cafeterien und Kantinen.

Bei Energiedienst gibt es in den Kaffeeküchen ausschließlich Porzellantassen, und wer mag, bringt seine persönliche Tasse mit.

Ist der Mehrwegbecher die Lösung?

Für den Kaffee-Junkie unter uns gibt es viele Alternativen: Coffee to go-Mehrwegbecher gibt es aus Porzellan, Melamin oder Bambus (auf Basis natürlicher Rohstoffe wie Bambus, Reis und Maisstärke), als Thermobecher, mit Werbung oder mit lustigen Sprüchen und Lebensweisheiten verziert.

Aber es sind nicht nur die Konsumenten allein gefragt, sondern auch die Kaffee-Verkäufer und die Politik, die unter andern mit Hygieneargumenten viele gute Ideen durchkreuzen.

Auch Mehrwegbecher benötigen erhebliche Ressourcen: Keramik wird bei hohen Temperaturen gebrannt. Die Becher sind schwer und benötigen Energie für den Transport. Zudem müssen die Becher mit warmem Wasser gespült werden, was wiederum Energie und Wasser benötigt und Klimagase verursacht.

Der Mehrwegbecher wird laut Untersuchungen dann konkurrenzfähig, wenn der Benutzer diesen über eine lange Zeit benutzt und sich mit dem Spülen zurückhält. Das mag im Büro gut funktionieren, da die Tasse nicht nach jedem Kaffee ausgewaschen wird.

Beim Einsatz des Bechers in einem Café geht das leider nicht, denn „vom Kunden mitgebrachte Becher müssen augenscheinlich sauber sein.“

Werde Becherheld

Bist auch Du Coffee to go-Genießer? Dann trink deinen Kaffee mit gutem Gewissen und mach mit: Nachfüllen statt Wegwerfen.

Kauf dir dafür einen schicken Mehrweg-Becher, zum Beispiel den der DUH-Aktion. Der Online-Shop Cup Trends spendet pro verkauftem „Becherheld/in“-Thermobecher einen Euro an die Deutsche Umwelthilfe, die damit weitere umweltschützende Projekte unterstützt.

Unseren NaturEnergie-Porzellanbecher findet ihr zum Kauf im NaturEnergie Treff von Energiedienst in Lörrach am Chesterplatz.

Mehrwegbecher von NaturEnergie.

Weitere Informationen:

Detaillierte Informationen zur Becherhelden–Kampagne der Deutschen Umwelthilfe e.V.: Flyer DUH
Kauf der ‘Becherheld/in‘ über Cup Trends: http://www.cuptrends.de/thermobecher-becherheld-gruen.html
Pfandsystem von Recup: https://recup.de/#home-section

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