Eine Schule zum Anfassen, zum Mitmachen, zum Dabeisein: Die Goldenbühlschule in Villingen-Schwenningen ist eine Gemeinschaftsschule, die auf ihren Teamgeist setzt. Und beim Bau von E-Mobilen auf starke Partner wie Energiedienst.

E-Mobil mit Solarzellen

E-Mobil mit Solarzellen

Technische Phänomene elektrisieren Kinder und Jugendliche – schließlich gibt es so viele spannende Fragen. Welchen Einfluss hat das Wetter auf die Leistung von Solaranlagen? Wie schützt Schafwolle das Klima? „Energie für Ideen“, das Schulprogramm von Energiedienst, unterstützt die verschiedensten Projekte. Eines davon hat Patrick Schätzle an der Goldenbühlschule (GBS) ins Leben gerufen: Der Physik- und Techniklehrer baut an der Villinger Gemeinschaftsschule mit seinen Schülern E-Mobile, die wahlweise mit Akku oder Solarzelle betrieben werden.

Die Gemeinschaftsschule können die Kinder nicht nur bis zur vierten Klasse besuchen, sondern bis zur zehnten – und zwar unabhängig davon, ob sie Hauptschule, Realschule oder Gymnasium als weiterführende Schule wählen. Die Villinger GBS ist seit dem Schuljahr 2013/2014 Gemeinschaftsschule. „Auf dieses Konzept habe ich mein gesamtes Berufsleben gewartet“, sagt Rektorin Jane Heinichen. Warum? „Weil die Schüler bei uns länger gemeinsam lernen.“ Die Pädagogin tut sich schwer damit, zehn- oder elfjährige Kinder in Kategorien zu stecken.

Lernen auf Augenhöhe

Die Schüler sind trotz der frühen Morgenstunde mit Feuereifer bei der Sache.

Die Schüler sind trotz der frühen Morgenstunde mit Feuereifer bei der Sache.

Hauptschule? Realschule? Gymnasium? Diese Entscheidung, so die Schulleiterin, falle den wenigsten Eltern leicht. „Ein Kind, das toll rechnen kann und ein handwerkliches Ass ist, hat vielleicht Probleme mit der Rechtschreibung“, sagt sie. Deshalb setzt die Lehrerin nicht nur auf die ausgedehnte gemeinsame Zeit, sondern auch auf fließende Übergange zwischen den Schulformen, bezogen auf das Leistungsniveau der Kinder. Auf ein Lernen, das, wie sie sagt, auf Augenhöhe stattfindet – miteinander und füreinander. Insgesamt hat die Goldenbühlschule rund 460 Schüler in 19 Klassen der Stufen eins bis zehn.

Die Villinger Schüler verbringen die meiste Zeit des Tages also in der Schule. Umso wichtiger, dass der Schulalltag stimmig durchdacht ist und dass es genug Praxiserfahrungen gibt: Theaterspielen, Sport, Kochen oder eben das E-Mobil-Projekt von Patrick Schätzle. Die Kooperation mit Energiedienst, hebt Schätzle hervor, helfe sehr dabei, seinen Achtklässlern einen praxisbezogenen Unterricht zu bieten.

Die Bauteile, die der technikbegeisterte Lehrer für seinen Unterricht einsetzen muss, sind vergleichsweise teuer

Die Bauteile, die der technikbegeisterte Lehrer für seinen Unterricht einsetzen muss, sind vergleichsweise teuer.

Die Bauteile, die der technikbegeisterte Lehrer für seinen Unterricht einsetzen muss, sind vergleichsweise teuer. Außerdem hat es sich die Schule zum Ziel gesetzt, die Eltern kaum mit Extra-Kosten zu belasten, um jedem Kind die gleichen Chancen zu bieten. Ein Problem ohne Lösung, gäbe es nicht Energiedienst. „Ein echter Glücksfall“, sagt Schätzle, „ohne diesen Anschub könnten wir unser Projekt gar nicht realisieren.

Handwerkliche Fähigkeiten werden trainiert

Handwerkliche Fähigkeiten werden trainiert.

Unterrichtsstunden, Bewegungszeit oder Club-Angebote

Energiedienst unterstützt die Schule gern: „Energie für Ideen“ zeigt uns immer wieder, wie vielfältig an den Schulen hierzulande gearbeitet wird“, sagt Monika Kiefer, die bei Energiedienst für das Schulprogramm verantwortlich ist. Die Journalistin, die an diesem Morgen im Auftrag von Energiedienst vorbeischaut, um sich die E-Mobile anzuschauen, wird freundlich empfangen. Die Jungs – das einzige Mädchen ist gerade heute krank – erzählen bereitwillig von ihrer Arbeit. „Könnten Sie bitte kurz mein Autogehäuse halten? Ich muss die Motoraufhängung anschrauben…“ Aber klar doch.

Einige Schüler möchten später einen handwerklichen Beruf ergreifen.

Einige Schüler möchten später einen handwerklichen Beruf ergreifen.

Gerade die Gemeinschaftsschule, das wissen Jane Heinichen und Patrick Schätzle aus eigener Erfahrung, habe oft mit dem Klischee zu kämpfen, Kinder müssten hier den ganzen Tag stillsitzen und büffeln. „Das ist natürlich nicht so“, betont die passionierte Pädagogin nachdrücklich. Der Schultag an der Goldenbühlschule gliedert sich unter anderem in Unterrichtsstunden, Bewegungszeit oder Club-Angebote.

Jeder Schüler, das ist für Rektorin Heinichen das Spannende, kann sich hierbei sein Niveau für jedes Unterrichtsfach aussuchen. Fortschritte werden dabei im so genannten Memo, dem Lerntagebuch, dokumentiert. Und manchmal wird natürlich gesägt oder geklopft – gerade im Unterricht von Patrick Schätzle. Die Schüler sind trotz der frühen Morgenstunde mit Feuereifer bei der Sache. Und zugegeben: Es hat etwas von Zauberei, wie sich das Elektromobil, das der Lehrer als Anschauungsobjekt gebaut hat, allein durch das Sonnenlicht in Bewegung setzt. Die Achtklässler sind fasziniert. „Echt magic“, ruft einer der Jungs, „schon cool, so eine Solarzelle…“

Schüler lernen die Vorteile von Elektroautos kennen

Was im Kleinen funktioniert, klappt natürlich auch im Großen. Während des Projekts erfahren die Schüler, quasi nebenher, welche Vorteile Ressourcen schonende Elektroautos im Straßenverkehr für die Umwelt bieten, wie hoch die CO2-Einsparungen durch die E-Mobilität sind, wo die Autos geladen werden können oder welche gesellschaftliche Verantwortung die junge Generation für die Welt von Morgen trägt.

„Wir möchten Persönlichkeiten ausbilden“,

verdeutlicht es Jane Heinichen, „unsere Schüler sollen verantwortungsvolle Mitglieder der Gesellschaft werden.“ Projekte wie das von Patrick Schätzle sensibilisieren die Jugendlichen für öffentliche Debatten, für den Umweltschutz und für zukunftsweisende Technologien wie die Solarenergie.

Und nebenbei, lächelt der Pädagoge, lernen die Jungs und Mädchen auch, wie man vernünftig mit einer Säge umgeht oder wie elektronische Bauteile fachgerecht verlötet werden. Wissen, von dem etliche Schüler in absehbarer Zeit wohl profitieren werden: Einige von Patrick Schätzles Schützlingen möchten später einen handwerklichen Beruf ergreifen. Schätzle nickt zufrieden: Praxiswissen, das sich spätestens dann bewährt hat. Auch dank dem Schulprogramm von Energiedienst.

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