Das neue Schuljahr hat begonnen und unser Schulprogramm „Energie für Ideen“ startet bereits in die zwölfte Runde.

Also seit 2006 gibt’s EFI schon. Im letzten Schuljahr waren 56 Projekte mit an Bord und diese Zahl möchte ich mit EFI in diesem Jahr gerne toppen.

Wir freuen uns schon sehr auf das, was an naturwissenschaftlichen Projekten eingereicht wird und natürlich auch darauf, die eine oder andere Schulklasse vor Ort zu besuchen.

So haben EFI und ich zum Beispiel im letzten Schuljahr die NWT-Kursstufe 12 im Hochrheingymnasium Waldshut besucht. Schon als die Bewerbungsunterlagen vom Lehrer Thomas Foßler und seinen Schülern eingereicht wurden, wusste ich, diese tollen Projekte muss ich mir näher betrachten. Denn sie zeigen, wie vielseitig die Projekte sind, die wir finanziell unterstützen:

Frauenpower im Hochrheingymnasium Waldshut

Beim Besuch der 13 Schüler der NWT-Kursstufe 12 war mir klar, die Männerdomäne „Technik“ ist längst nicht mehr nur was für Jungs. In zwei der drei Projektgruppen sind immerhin vier Mädchen mit dabei. Beim Bau eines Mini-Pumpspeicherkraftwerks und eines Windkraft-Modells schrauben, feilen, bohren und hämmern sie mit, was das Zeug hält.

Das dritte Projekt Tic-Tac-Toe-Roboter muss leider ohne weibliche Verstärkung klarkommen.

Im Technikraum haben die Mädchen alles voll im Griff.

Modell Windkraftanlage

Hier sind Josephine, Leonie, Anna, Jakub und Lukas damit beschäftigt, ein Holzgestell für das Windkraft-Modell zusammenzubauen. An diesem Tag werden die Holzteile abgeschliffen und zusammengeschraubt sowie die selbst gebauten Rotorblätter aus Metall optimiert.

Sogar das Generatorhäuschen bauen die vier aus Holzteilen selbst zusammen.

Mit viel Feingefühl gibt Josephine dem Windkraft-Modell den nötigen Schliff.

Das Holzgestell für das Windkraft-Modell bauen die Schülerinnen fachgerecht zusammen.

Pumpspeicherkraftwerk

Florian, Julian, Jakob, Phillip und Larissa bauen ein Pumpspeicherkraftwerk im Modell nach.

Hier stehen der Generator sowie ein Wasserrad im Vordergrund, die beide komplett selbst hergestellt werden. Das heißt, die Gruppe wickelt sogar die Spulen für den Generator selbst und baut diesen in einer Konservendose ein.

Um den Strom zu erzeugen, nutzen sie einen Bach direkt hinter der Schule. Der produzierte Strom soll dann anschließend in dem selbstgebauten Pumspeicherkraftwerk gespeichert werden.

Gerne würde ich sehen, wie der im Bach erzeugte Strom eine Pumpe betreibt, die das Wasser in ein höher gelegenes Becken – hier eine größere Plastikwanne – pumpt und von dort aus über ein Rohr wieder nach unten ablässt.

Wenn dann Generator, Wasserrad und Staubecken soweit funktionieren, möchte sich die Gruppe mit dem Einfügen der Rohre und der Turbine beschäftigen. Also haben sie noch etwas Arbeit vor sich und hoffentlich darf ich das Endresultat später einmal begutachten.

Das Wasserrad für das Pumpspeicherkraftwerks-Modell ist fertig.

 

Marke Eigenbau – Spulen für den Generator.

Tic-Tac-Toe-Roboter

Das Spiel Tic-Tac-Toe kennen ja bestimmt viele – es ist eine Art „Vier gewinnt“. Was hier natürlich anders ist, man spielt gegen einen Computer.

Christoph, Tobias, Fabian und Jan arbeiten am mechanischen Greifarm, der die Spielsteine selbstständig an den vom Mikrocontroller vorgegebenen Platz legen soll. Das macht der Computer natürlich nicht von alleine – dazu braucht es die passende Programmierung.

Aber die Gruppe hat sich gesucht und gefunden. Die einen sind mehr für das Handfeste – also die Konstruktion des Spielfeldes – zuständig, die anderen programmieren die Algorithmen der einzelnen Züge des Computers usw. Und irgendwann, wenn alles programmiert ist, weiß auch der Computer bzw. erkennt der Mikrocontroller durch LDR-Schaltungen, wo der Gegenspieler seinen letzten Stein hingelegt hat und versucht zu gewinnen.

Ob das dem Computer immer gelingt oder der Mensch doch auch eine Chance hat? Leider war das Spiel noch nicht fertig und ich konnte es nicht gleich ausprobieren. Vielleicht besser so – wahrscheinlich hätte ich sowieso verloren.

Der Tic-Tac-Toe-Roboter ist bald einsatzbereit!

 

Ob sich der Computer austricksen lässt?

Der Besuch hat sich wirklich gelohnt und war für mich und EFI ein schönes Erlebnis. Leider hat mir Thomas Foßler mitgeteilt, dass er die Schule zum Schuljahresende verlässt. Das ist sehr schade, weil er mit so viel Herzblut und Engagement bei der Sache ist und seine Schüler wirklich motivieren kann.

Die Schüler haben mittlerweile alle das Abitur in der Tasche, doch leider konnten sie wegen der Abifeier nicht an unseren EFI-Forschertag im Juli 2017 nach Rheinfelden kommen.

An dieser Abschlussveranstaltung haben alle Projektteilnehmer die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren. Da hätten wir uns die Windkraftanlage, das Pumpspeicherkraftwerk und den Tic-Tac-Toe-Roboter in Funktion sehr gerne angesehen.

Thomas Foßler wechselt im neuen Schuljahr zum Gymnasium Schönau und hat versprochen, dass er auch dort unser Schulprogramm „Energie für Ideen“ nicht aus den Augen verlieren wird.

Gerne besuchen wir auch euch in diesem Schuljahr. EFI und ich freuen uns schon drauf. Also, macht mit und bewerbt euch!

Hier findet ihr die Bewerbungsunterlagen: www.energiedienst.de/efi

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