Dass es sich bei unserer „EFI“ um keine physische Person handelt, sollte vielen bekannt sein. Wem nicht, dem hilft ein Blick in die letzten Blog-Beiträge.

Für mich ist EFI weiterhin eine wichtige Begleiterin durch meine tägliche Arbeit. Es gibt kaum einen Tag, an dem ich nicht von Lehrern oder Schülern kontaktiert werde, die sich für unser Schulprogramm „Energie für Ideen“ (EFI)  interessieren, Schulmaterialien bei mir bestellen oder gebrauchte PCs für ihre Schulen anfragen.

Aber an diesem Montag waren EFI und ich nicht erreichbar. Denn es ging zum Workshoptag am Campus Schwenningen der Hochschule Furtwangen.

Bei „Schule meets Hochschule“ dürfen Zehntklässler des Fürstenberg-Gymnasiums Donaueschingen und des Hoptbühl-Gymnasiums Villingen in die Labore des Studiengangs Bio- und Prozesstechnologie reinschnuppern und die von Energiedienst unterstützen Projekte zusammen mit den Studenten erarbeiten.

Stippvisite durchs Labor

Im Campus Schwenningen angekommen, wurden wir wieder sehr herzlich von Prof. Hellstern und seinem Team in Empfang genommen.

An diesem Tag waren acht Professoren und akademische Mitarbeiter mit dabei, um den ca. 50 Studenten genau über die Schultern zu schauen. Diese werden nämlich auch danach benotet, wie sie mit den ca. 50 Schülern umgehen und ihnen ihr Wissen vermitteln.

Mit einem weißen Kittel und Schutzbrille getarnt durfte ich dann die akademische Mitarbeiterin Henrike Seidinger durchs Labor begleiten und mir die acht Projekte näher anschauen.

Gerüstet für den Workshoptag: (von links) Ursula Eschenhagen, Monika Kiefer, Henrike Seidinger

Apfelchips, Bananenaorma, Schlempe & Co.

Henrike Seidinger betreute die Gruppe mit der „Herstellung und Analytik von Apfelchips und Apfelmus“.

Aufgabe war, die Inhaltsstoffe zwei verschiedener Apfelsorten, Granny Smith und Elstar in drei verschiedenen Verarbeitungsarten, wie Direktsaft, Apfelmus oder Apfelchips zu analysieren und zu vergleichen. Dabei sollen die Parameter Säuregehalt, Zucker-Säure-Verhältnis und Vitamin C-Gehalt untersucht werden.

Die Schüler lernen Verfahrenstechniken anhand von relativ einfachen Verarbeitungsschritten zu verschiedenen Produkten sowie anhand von Analysenmethoden kennen.

„Wichtig ist, dass es den Schülern Spaß macht“, meint Henrike Seidinger, „schön wäre es, wenn der eine oder andere Schüler hier mal sein Studium beginnt“.

Henrike Seidinger bevorzugt natürlich die selbstgemachten Apfelringe …

… macht aber auch ganz schön Arbeit!

Eine dufte Sache war das Herstellen eines Bananenaromas.

In einem Gemisch aus Bananenschale und Brennspiritus wird das Bananenaroma extrahiert, dann filtriert, erwärmt und mithilfe eines Rotationsverdampfers verdampft.

Im Wasserdampfdestillator wird dann das ätherische Öl mit Bananen-Aroma gewonnen.

Eine Studentin beim Prüfen des Rotationsverdampfers.

 

Dufte Typen: Bananenaroma getestet und für gut befunden.

In einem anderen Projekt untersuchten die Schüler und Studenten, welche Inhaltsstoffe in Brennereirückständen zu finden sind.

60 Prozent dieser sogenannten Schlempe wird als Düngemittel verwendet, aber leider landet ein Viertel in der Kläranlage, anstatt nützlich weiterverwendet zu werden.

Die Projektgruppe hat herausgefunden, dass in dieser Schlempe noch viele Proteine, Mineralien und Fette zu finden sind. Die Kohlenhydrate wurde allerdings bei der Gärung fast vollständig in Alkohol umgewandelt.

Wo ist denn bitte hier die Schlempe?

Hühnereier und grüne Löcher

Ein weiteres Projekt, das uns beeindruckt hat, war die Gruppe von Tanja Paatsch mit der Hydrolyse von Proteinen. Hier wurde ein Hühnerei hydrolysiert, also aufgespalten, um den Gehalt an Protein und Aminosäure festzustellen.

Im Prinzip kommt das was hier im Labor passiert ist, der Verdauung im Magen recht nahe. EFI und ich waren begeistert …… vom Projekt und den grünen Ohrlöchern!

Die grünen Ohrlöcher lenken doch etwas vom eigentlichen Thema ab oder?

Weiter auf dem Rundweg entdeckten wir die beiden Gruppen von Professor Meinholz, die den Nitratgehalt im Grund- und Bachwasser sowie im Trinkwasser bestimmen sollten.

Das ist wichtig, da Nitrat über vielfältige Wege, beispielsweise über Düngung in der Landwirtschaft, in die Umwelt und damit ins Wasser gelangt und Nitrat im menschlichen Körper vielfache negative Auswirkungen haben kann (krebserregend, Behinderung der Sauerstoffaufnahme im Blut usw.).

Auf Plakaten haben hier die Studenten die einzelnen Arbeitsschritte für die Schüler dargestellt.

Schaut her, das ist eure Aufgabe!

Beim „Projekt Druck und Siedetemperatur“ beschäftigten sich die Schüler und Studenten damit, wie hoch die Siedetemperatur bei Ethanol und Wasser ist, wenn diese unterschiedlichen Drucken ausgesetzt sind.

Die unterschiedlichen Siedetemperaturen von verschiedenen Stoffen werden in der Verfahrenstechnik häufig eingesetzt, um Stoffe voneinander zu trennen.

Ergebnis war, dass Ethanol länger braucht als Wasser, bis es verdampft ist.

Voll den Druckblick hatte diese Studentin beim Ablesen der Messwerte.

Nachdem alle Projekte soweit von den Schülern erarbeitet wurden, mussten alle Gruppen eine Abschlusspräsentation vorbereiten.

Die acht Gruppen wurden auf zwei Hörsäle aufgeteilt, somit konnten wir leider auch nur vier Präsentationen mitverfolgen.

Unser Eindruck: Die Schüler haben das echt gut rübergebracht und von dem, was sie gemacht haben, auch wirklich etwas verstanden.

Ein spannender Tag ging zu Ende. EFI und ich waren ganz platt von den vielen Eindrücken und den netten Menschen um uns herum. In der Nase noch den Bananenduft und den Magen voll mit Apfelchips fuhren wir dann nach Hause.

Was können wir sagen: „Toll, was hier auf die Beine gestellt wird und schön, dass Energiedienst zu diesem Tag einen Beitrag leisten konnte.“

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