Mittlerweile sind wir richtig gute Freundinnen, „EFI“ und ich. Seit über einem Jahr unterstützt sie mich bei der Arbeit im Bereich Schulinformation.

EFI ist natürlich keine richtige Kollegin, sondern unser Projekt „Energie für Ideen“, das Energiedienst seit 2008 anbietet. Energiedienst sponsert mit diesem Programm naturwissenschaftliche Projekte der Schulen im Versorgungsgebiet mit maximal 300 Euro. Das Interesse wächst, im Schuljahr 2014/15 meldeten sich bereits acht Schulen mit 36 Projekten an.

Somit ist „EFI“ eine treue Begleiterin meiner täglichen Arbeit geworden.

Voller Spannung auf dem Weg nach Villingen

An der Hochschule Furtwangen, Campus Schwenningen, besuchte ich kürzlich den halbjährlich stattfindenden „Workshoptag“ für Schüler der 10. Klasse des Fürstenberg-Gymnasiums Donauschingen und des Villinger Hoptbühl-Gymnasiums.

Im Rahmen des dortigen Projektes „Schule meets Hochschule“ unterstützt Energiedienst die Studenten finanziell bei neun Projekten.

PVC_Ummantelung

Spannend zu beobachten: PVC- Ummantelung wird vom Kabel gelöst!

In der Fakultät „Medical and Life Sciences“ war an diesem Tag „der Bär los“. Gut, dass mich gleich die akademische Mitarbeiterin Henrike Seidinger in Empfang nahm. Sie hatte den Workshoptag mit den Professoren und Studenten zusammen organisiert.

Inmitten von circa 100 Schülern im Alter von 16 bis 18 Jahren verfolgte ich den interessanten Einführungsvortrag von Professor Hellstern. Die Aufteilung der Schüler in die jeweiligen Studenten-Gruppen klappte dann recht zügig und nach einer Stärkung in der Mensa ging es los.

Auf Entdeckungsreise in den Laboren

Nun kam der für „EFI“ und mich total spannende Tagesabschnitt. Ausgestattet mit Labormantel und Schutzbrille sowie mit dem Fotoapparat bewaffnet, ging es auf Schnuppertour in den einzelnen Laborbereichen.

Die akademische Mitarbeiterin, Tanja Paatsch, präsentierte mir die Projekte und ich kam mit einigen Studenten und Schülern ins Gespräch. Was ich hier so zu hören und zu sehen bekam, war sehr beeindruckend.

Kein kalter Kaffee: Was tun?

Die Gruppe „Wärmeverluste“ beschäftigte sich mit der Thematik, wie man Kaffee in einer Tasse am besten warm hält beziehungweise welches Tassenmaterial und welcher Deckel am besten geeignet sind.

Die Wärmedurchlässigkeit wird mit Hilfe von Wärmebildkameras untersucht. Ergebnis der Untersuchung war, dass Thermobecher luftgeschützt sowie Kaffeebecher mit Styropordeckel am besten isolieren.

Kaffeebecher_1

Welcher Kaffeebecher hält nun …

Kaffeebecher_2

… den Kaffee am längsten warm?

Ganz schön lecker: Päckchensuppe

Mit sehr viel Zerkleinern und Trocknen von Gemüse hat sich die Gruppe „Herstellung einer Päckchensuppe“ beschäftigt, um eine „gesunde“, von Zusatzstoffen freie, Suppe herzustellen.

Welche Stoffe sind für die eigene Suppe notwendig und welche beeinflussen nur das Aussehen, den Geschmack und die Konsistenz?

Ergebnis war, dass man eine Suppe ohne Zusatzstoffe hinbekommt, sie aber nicht besonders gut schmeckt. Mit etwas Nachwürzen kam sie aber gut an. Leider hab ich diesen Part verpasst und mir entging der wahrscheinlich kulinarische Genuss.

Päckchensuppe_1

Was schmeckt nun besser?

Päckchensuppe_2

Päckchensuppe oder eigene Herstellung?

So ein Käse: Herstellung von Panir

Professor Hellstern brachte die Idee aus seinem Indien-Urlaub mit, selbst Panir (indischer Frischkäse) herzustellen. Was man dazu braucht? Milch und frischen Zitronensaft.

Durch das Erhitzen der Milch und der Zugabe von Zitronensaft kommt es zu einer Erniedrigung des pH-Wertes und zur Ausfällung des Hauptmilchproteins „Casein“.

Dabei trennen sich Molke und Casein und durch die geänderte Proteinstruktur des Caseins entsteht der Käse. Die Studenten waren mit dem Ergebnis zufrieden, nur beim Geschmack haben sie dann mit „scharfer Currysauce“ nachgeholfen, bevor der Käse verzehrt wurde.

Panir-1

Professor Hellstern mit seinen Schützlingen …

Panir-2

… bei der Panir-Herstellung.

Echt dufte: Wohlriechende Creme

In der Gruppe „Herstellung von Naturkosmetik“ wurde zuerst ein Orangenöl hergestellt, das als Duftzusatz für die aus ausgewählten Rohstoffen hergestellte Hautcreme diente.

Aus Bienenwachs, Kakaobutter, Sheabutter, Lanolin, Sonnenblumenöl, Wasser, Glycerin und weiteren Stoffen entstand dann eine wohlriechende Creme. Die Hautcreme durfte wegen Allergiegefahr jedoch nicht getestet werden – aber geduftet hat sie sehr gut!

Hautcreme

Da soll einer sagen, Männer haben nichts mit Kosmetik am Hut!

Süße Sache: Welcher Apfel darf es sein?

Die Gruppe „sortenreiner Apfelsaft“ hat die Aufgabe bekommen, die Charakteristika von sechs Apfelsorten zu untersuchen. Die Gesamtsäure und der pH-Wert wurden untersucht sowie der Reifegrad und die Festigkeit der Äpfel.

Herausfinden wollte die Gruppe, was einen Saft-, Tafel- oder Brennapfel eigentlich ausmacht und welcher für einen sortenreinen Apfelsaft am besten geeignet ist. Resultat war, dass alle untersuchten Eigenschaften, wie  zum Beispiel der Gesamtsäuregehalt ganz stark vom Reifegrad abhängen.

Wenn ein bestimmter Zeitpunkt in der Reifung überschritten ist, ist es nicht mehr möglich, die verschiedenen Saft-, Tafel- oder Brennäpfel aufgrund dieser Eigenschaften voneinander zu unterscheiden.

Apfel_1

Mit dem Penetrometer wird …

Apfel_2

… die Festigkeit des Apfels gemessen.

Die anderen vier Gruppen beschäftigten sich mit den Themen: Recyceln von PVC-Kabelummantelungen, Nachweis von Ethanol in Benzin, Bestimmung von Lactose in der Milch und pH-modulierte Wundauflagen.

„EFI“ und ich waren vom Engagement der Schüler und Studenten begeistert. Es ist toll, dass wir mit unserem Schulprogramm zu diesem hohen Niveau beitragen können.

 

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