Wer oder was ist eigentlich „EFI“?

Im ersten Moment denkt jeder an ein weibliches Wesen mit eben diesem Namen. Wer ahnt schon gleich, dass es sich hier einzig und allein um unser Schulprogramm „Energie für Ideen (EFI)“ handelt? Immerhin gibt es die „gute Dame“ schon seit dem Jahr 2006… und seit dem letzten Schuljahresbeginn darf ich mich nun um diese kümmern.

Neben meinen Haupttätigkeiten in der Besucherinformation können Lehrer und Schüler zukünftig bei mir nicht nur eine Kraftwerksbesichtigung buchen oder Unterrichtsmaterialien zum Thema Energie und Wasserkraft bestellen, sondern auch finanzielle Unterstützung bei naturwissenschaftliche Projekten beantragen, oder besser ausgedrückt, sich bei „EFI“ bewerben.

Das ist ja fast schon ein „Rundum-sorglos-Paket“, denkt sich da vielleicht manch einer. Na ja, ganz so einfach ist es natürlich nicht. Die Lehrer müssen die Projekte zuerst einmal selbst mit den Schülern ausarbeiten, dann zusammenstellen und schließlich dokumentieren.

Und wie läuft das ganze Bewerbungsprocedere ab?

Jedes Jahr im Dezember werden alle Schulen in unserem Versorgungsgebiet angeschrieben – immerhin fast 190 Haupt-, Förder-, Werkreal-, Realschulen und Gymnasien. Wir bieten diesen einen finanziellen Zuschuss von bis zu 300 Euro pro Projekt für Materialkosten und Arbeitsgeräte an.

Nach und nach trudeln dann die Bewerbungsunterlagen bei uns ein. Zusammen mit meinem Chef, Alexander Lennemann, prüfen wir diese danach, ob alle Kriterien für eine Projektförderung erfüllt sind und erteilen dann die jeweilige Zusage.

Welche Projekte interessieren uns?

Die Ausarbeitungen und das Bildmaterial, die nach und nach auf meinem Schreibtisch landen, zeigen uns, dass viel Herzblut und harte Arbeit in den einzelnen EFI-Projekten steckt. Ich bin beeindruckt von den vielen tollen Ideen der Schüler und Lehrer.

Sie testen zum Beispiel, wie sich einzelne Sonnencremes auf der Haut auswirken und benutzen dazu Schweinshaut. Dann wird getestet, auf welche Reize Mimosen reagieren, andere untersuchen einzelnen Bestandteile der Luft oder ergründen anhand Wärmebildkameras die Wärmeabgabe von Tieren. Mittels Kamera werden in selbstgebauten Nistkästen brütende Vögel oder Bienen in Bienenstöcken beobachtet.

Andere möchten herausfinden, ob man mit Strom unter die Erde schauen kann oder versuchen, eine neue Tastatur für Blinde zu kreieren.

Der Kreativität sind hier fast keine Grenzen gesetzt. In diesem Schuljahr sind schon 29 Projektanträge über meinen Schreibtisch geflattert, davon kommen alleine von der Fachhochschule Furtwangen 14 Projekte und von dem Schülerforschungszentrum phaenovum in Lörrach-Dreiländereck 8 Projekte.

Die großen Erfolge von „phaenovum“

Ein Projekt von phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck, das wir mit „EFI“ unterstützt haben, wurde auch über die Landesgrenze hinaus erfolgreich.

Alexandra Martin (Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach, 13 Jahre) und Franziska Messerer (Hebel-Gymnasium Lörrach, 12 Jahre) haben mit ihrem Projekt „Wieviel Kraft haben Greifvögel in ihren Füßen?“ den ersten Platz in der Kategorie „Physik“ beim Regional-Wettbewerb Südbaden „Schüler experimentieren“ bei „Jugend forscht“ erreicht.

Auf solche Projekt-Ideen muss man erst mal kommen. Um also herauszufinden, wie viel Kraft Greifvögeln in ihren Füßen haben, entwickelten die Mädchen ein Messgerät und testeten mit Hilfe der Falkner verschiedene Greifvögel im Vogelpark Steinen. Sie stellten dabei fest, dass ein Greifvogel das 10fache der Gewichtskraft des Körpergewichts drücken kann. Diese Kraft ist viel stärker als die der Menschen, bezogen auf die Gewichtskraft des Körpergewichts.

Diese Erfolge sind ein Beweis dafür, dass sich unsere Unterstützung mit „EFI“ lohnt und wir freuen uns schon auf weitere erfolgreiche Schulprojekte. Wir geben unseren Teil dazu – jetzt müssen nur noch die Schüler und Lehrer weiterhin so engagiert einfallsreiche Ideen entwickeln. Na, dann mal los!

Alexandra_Franziska_web

Beim Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ in Balingen haben Alexandra und Franziska auch noch einen Buchpreis gewonnen.

 

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