Radiowecker, Fön, Kaffeemaschine: Mit dem Start in den Tag steigt auch der Bedarf an Energie. Damit keiner morgens im Dunkeln steht und alle Geräte auf Knopfdruck funktionieren, speisen Energiedienst und andere Energieproduzenten den erzeugten Strom ins Netz ein.

Aber wieviel Strom aus Wasserkraft ist eigentlich im Netz und wie setzt sich der physikalischer Strommix zusammen und wann sind die Spitzenzeiten?
Die Antworten liefert seit wenigen Wochen die interaktive Grafik zur Energiebilanz auf der ED Netze-Internetseite.

Was ist eine Energiebilanz?

Wird das Licht eingeschaltet, muss auch in diesem Moment der Strom dafür bereitgestellt werden. Es gibt vier große Netzbetreiber in Deutschland: Amprion GmbH, Tennet TSO GmbH, Transmission GmbH und die TransnetBW GmbH, die den Strom über längere Strecken transportieren: die sogenannten Übertragungsnetzbetreiber.

Diese stimmen Verbrauch und Einspeisung aufeinander ab und sorgen dafür, dass das Netz stabil ist: Verbrauch und Erzeugung müssen dafür jederzeit im Gleichgewicht stehen.

 

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Was an Strom verbraucht wird, muss zeitgleich auch wieder ins Netz eingespeist werden.

 

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Als Service-Angebot bietet die Grafik Infos zum Strommix und zur Energiebilanz.

 

Der Stromverbrauch wird mit einer roten Kennlinie dargestellt. Diese Kennlinie zeigt, wie ab 6.00 Uhr der Stromverbrauch steigt und gegen 12.00 Uhr seinen Höchstwert erreicht.

Der Strommix im Überblick

Die Grafik veranschaulicht außerdem die Zusammensetzung des Strommix aus den unterschiedlichen erneuerbaren Energien in verschiedenen Farben: Wasserkraftanlagen (blau) + Biogasanlagen (grün) + Windkraftanlagen (orange) + Solaranlagen (gelb) und der Bezug aus dem vorgelagerten Netz (unbekannte Herkunft).

Das vorgelagerte Netz sind die Übertragungsnetze, die große Strommengen von den Erzeugern über weite Strecken zu den Verteilnetzen liefern.

Bei Klick auf die entsprechende Farbe können die erneuerbaren Energien einzeln ein- oder ausgeblendet werden.

Die Standard-Einstellung zeigt eine Übersicht der letzten sieben Tage. Wer eine genauere Aufsplittung möchte, kann den aktuellen Tag auswählen, und erhält die stundengenaue Energiebilanz.

Welche Rolle spielen die Jahreszeiten in der Energiebilanz?

 

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Im Sommer erzeugen Solaranlagen mehr Strom als nötig.

 

Dieses Schaubild zeigt wie besonders an den Wochenenden im Sommer, wenn die Tage lang und warm sind, der Verbrauch zurückgeht.
In dieser Zeit wird mehr Energie erzeugt als verbraucht. Die nicht benötigte Energie fließt in das vorgelagerte Netz, also in die Übertragungsnetze zurück.

 

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Im Winter produzieren Anlagen der erneuerbaren Energien weniger Strom.

 

Im Winter verschiebt sich die Energiebilanz: die Einspeisungen aus erneuerbaren Energien wie Solar- und Wasserkraftanlagen gehen zurück. Dadurch steigt die Energiemenge der unbekannten Herkunft (weiße Fläche).

Die Daten für die Energiebilanz liefern ED Netze-Kollegen vom Team „Energiedatenmanagement“.

 

Stündlich werden die Daten auf www.ednetze.de/energiebilanz dargestellt und aktualisiert.

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