„Sssst.“ Rund eine Sekunde dauert es, bis das Rolltor oben ist. Der Fahrer des Gabelstaplers öffnet das Rolltor ins Zentrallager per Fernbedienung. Das ist auch Energiewende…

Gabelstapler vor Rolltor

Per Fernbedienung öffnet sich das Rolltor ins Zentrallager.

Wie jetzt?

Die Energiewende ist derzeit in aller Munde, nicht zuletzt wegen der aktuellen Diskussion um die Reform des EEG (Erneuerbaren Energien Gesetzes). Vor allem die Förderung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen ist im Fokus. Was soll gefördert werden und wie kann man dies finanzieren, so dass die Volkswirtschaft möglichst keinen Schaden nimmt.

Doch in diese Diskussion, obwohl sie sehr spannend und wichtig ist, möchte ich mich in diesem Beitrag nicht einmischen. Vielmehr soll es um die zweite Säule der Energiewende gehen: Die Energieeffizienz. Wie heißt es so schön: Jede Kilowattstunde Energie, die nicht verbraucht wird, ist gut für das Klima, denn sie muss erst gar nicht erzeugt werden.

Da ist durchaus etwas Wahres dran und vor allem gibt es hier bei Immobilien und Liegenschaften jede Menge Potenzial.

Ein ökologisch ausgerichtetes Unternehmen wie Energiedienst, sollte sich nicht nur auf die Erzeugung von Ökostrom beschränken. Das machen wir bereits seit über einhundert Jahren und nebenbei bemerkt, versorgen wir seit 15 Jahren alle unsere Privatkunden mit Ökostrom, der aus heimischer Wasserkraft produziert wird.

Natürlich sollte auch die zweite Säule „Energieeffizienz“ beachtet werden. Bei unseren neuen Bürobauten haben wir uns dabei ordentlich ins Zeug gelegt.

Das neue Bürohaus in Rheinfelden ist nach dem Schweizer Minergiestandard errichtet und erfüllt den Goldstandard der deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, ein Qualitätssiegel, das bislang noch nicht vielen Bürogebäuden in Baden-Württemberg zuteil wurde.

Natürlich entspricht auch der vor wenigen Wochen in Betrieb gegangene Stützpunkt in Schallstadt modernsten Energiekriterien. Beispielsweise wird eine Luftwärme-Pumpe mit Pufferspeicher zum Heizen und Kühlen eingesetzt und die Stromversorgung wird durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach unterstützt.

So können wir die derzeit geltenden gesetzlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung noch einmal deutlich um 40 Prozent unterschreiten.

Stützpunkt Schallstadt

Auch der neue Stützpunkt in Schallstadt entspricht modernsten Energiekriterien.

Doch ein Unternehmen, das seit über einhundert Jahren besteht, hat auch Bestandsbauten. Und nun sind wir wieder zurück bei unserem Gabelstapler. Denn der steht vor dem Energiedienst-Zentrallager in Rheinfelden.

Früher gab es hier ganz normale Tore. Das hatte zur Folge, dass die Tore immer auf waren, weil es zulange gedauert hat, bis sie sich geöffnet hatten. Da haben wir gerne mal die Außenumgebung des Logistikcenters mitgeheizt. Das ist nun anders. Seit ein paar Monaten sind die Schnelllauftore mit Schleusenfunktion eingebaut. Sie sorgen dafür, dass nun beim Be- und Entladen von LKWs keine Wärme mehr entweichen kann.

Das ist allerdings noch lange nicht alles, was wir uns bei unserem Standort im Gewerbegebiet Schildgasse haben einfallen lassen.

Insgesamt war ein Projektteam rund drei Jahre damit beschäftigt, die insgesamt drei Gesamtkomplexe zu untersuchen, alternative Energiekonzepte durchzuspielen und schließlich die effizientesten Maßnahmen umzusetzen.

Während im Lagergebäude eine Hochtemperatur-Heizungsanlage im Fokus stand, war im Büro- und im Werkstattgebäude jeweils eine Niedertemperatur-Versorgung ideal. Aber wie genau und vor allen Dingen womit sollte geheizt werden?

Energiedienst ließ verschiedene Heizkonzepte untersuchen. Kosten und Nutzen wurden gegenübergestellt. Sollte es Wasser/Wasser- bzw. Luft/Wasser-Wärmepumpen geben, eine Heizung mit Pellets oder Hackschnitzeln oder besser Fernwärme?

Die Entscheidung fiel auf eine Pelletheizung für den Lagerbereich und jeweils eine Luft/Wasserwärmepumpenlösung für die beiden anderen Gebäude. Gleichzeitig erhielten alle Dächer Photovoltaikanlagen, so dass inzwischen auf dem Gelände 181 kWp Solarleistung für eine klimaneutrale Stromproduktion sorgen.

Heizung mit Pellets

Für den Lagerbereich fiel die Entscheidung auf eine Pelletheizung.

 

Photovoltaikanlage, Schildgasse

181 kWp Solarleistung sorgen für eine klimaneutrale Stromproduktion.

Die energetischen Optimierungen und Umbaumaßnahmen haben schon jetzt zu einer deutlichen Reduzierung des Ressourcenbedarfs in unserem Standort Schildgasse geführt. Gerade analysieren wir, inwieweit Planung und Praxis miteinander übereinstimmen.

Ähnlich gehen wir gerade in anderen Stützpunkten vor, so findet auch im Stützpunkt Herrischried eine umfassende energetische Sanierung statt.

Was machen wir jetzt mit den Erfahrungen?

Natürlich lassen wir sie in unseren neuen Geschäftsbereich Wärme- und Energielösungen einfließen, das wir in den letzten Monaten eingeführt haben und nun auch „offiziell“ an den Start ging.

Ein Spezialistenteam berät die Kunden individuell über modular aufgebaute Servicepakete und Dienstleistungen, die wir auf das jeweilige Gebäude und die Wünsche der Kunden zuschneiden können. Das ist wichtig, denn jedes Gebäude ist anders und einzigartig, genau wie jeder Kunde anders und einzigartig ist.

Beides muss zusammen passen, damit wir auch an dieser Stelle die Energiewende umsetzen können.

Mehr zu den Wärme- und Energielösungen bei Energiedienst finden Sie auf der Internetseite.

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