Sommer, Sonne, Natur! Mit der Sommersonnenwende startet auf der Nordhalbkugel der Sommer hochoffiziell. Herrlich! Die Familie unserer Autorin Katja zählt zu den Draußen-Menschen. Und liebt gewohnte Dinge. Solche, die einen ganzen Sommer lang Spaß machen. Richtig: Das Einhorn-Schwimmtier zählt nicht dazu, es blubberte auch bei unserer Testfamilie schon kurz nach dem Kauf traurig, weil ihm die Luft ausging. Aber was entpuppt sich als wahre Liebe – einen ganzen Sommer lang?

Zu meiner Familie gehören außer meinem Mann unsere zwei Jungs, Peter (13) und Paul (6). Wir leben inmitten von Wiesen und nahe am Wald – „auf dem Dorf“. Vor allem im Sommer verbringen wir unsere Freizeit gern an der frischen Luft: im Garten, im Wald, am See.

Dafür besitzen wir unsere persönliche „Grundinfrastruktur“. Dinge, ohne die nichts geht und die man immer wieder braucht – zum Radeln, Ausspannen, Grillen, Schwimmen, im Garten werkeln.

Doch, sind wir mal ehrlich, manche „Sommerliebe“ währt nur kurz. Das Einhorn-Schwimmtier ohne Luft haben wir schon erwähnt. Auf öffentlichen Wanderparkplätzen stapeln sich fettige Aluschalen, Plastikbecher und zerdrückte Pfandfrei-Flaschen. Die Strandmatte fällt nach drei Seebesuchen auseinander – riecht dazu ziemlich streng. Überhaupt zählen viele Sommeraccessoires eher zu den Eintagsfliegen und landen ratzfatz in der Mülltonne. Mich ärgert das. Deshalb stellen wir hier unsere persönliche Sommer-Wohlfühl-Liste vor! Sie erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit, noch ist sie voll öko. Sie ist einfach unsere und von Peter und Paul persönlich getestet.

Die Mehrweg-Grillmeister

Auf meiner persönlichen Geht-Gar-Nicht-Liste ganz oben: Einweggrills. Sie grillen nicht so richtig und lassen das Steak oft eher blass wirken. Einweggrills bestehen oft aus Aluminium, das nach einem Grillvergnügen komplett entsorgt wird. Die Grills arbeiten oft mit chemischen Anzündern – also Stoffen, die wohl niemand wirklich verspeisen möchte. Danach liegen Fleischspieß oder Veggie-Burger oft zu nah an den Flammen. Uns schmeckt das nicht!

Wir grillen am liebsten auf unserer Terrasse. Unser robuster Grill ist schon viele Sommer alt. Alu-Einwegschalen benutzen wir schon lange nicht mehr. Sie machen Müll, Alu-Abrieb kann auf dem Steak landen. Deshalb kommt eine Edelstahl-Grillschale zum Einsatz. Klar: Nicht jeder hat die Möglichkeit, einen eigenen Grill aufzustellen. Kompakte Mehrweg-Lösungen für unterwegs sind so genannte Grilleimer, die man immer wieder nutzen kann.

Plastikfreier Halmgenuss

Unsere Trinkhalme aus Edelstahl sind sogar spülmaschinenfest.

Unsere Trinkhalme aus Edelstahl sind sogar spülmaschinenfest.

Ins Sommergetränk gehört ein Strohhalm! Egal ob „Aperol Spritz“, Mineralwasser oder alkoholfreier Zitrus-Mix – ein Drink sieht mit einem Strohhalm schick aus und lässt sich wohl dosiert genießen. Nach Gebrauch ist es jedoch aus mit der Herrlichkeit, und die Strohhalme landen in der Tonne. Selbst eine große Fastfoodkette will die Plastik-Röhrle in einigen Ländern aus diesem Grund zukünftig aussortieren, die EU sagt den Trinkhalmen ebenfalls den Kampf an. Unsere Lösung: Mehrweg-Strohhalme. Es gibt sie aus Bambus, Glas oder Edelstahl, gebogen oder gerade. Geliefert werden sie im Säckchen, häufig mit speziellen Reinigungsbürstchen. Zugegebenermaßen mussten wir uns an unsere Edelstahl-Halme etwas gewöhnen. Sie sind deutlich schwerer als die Plastikvorgänger, und es gibt ein unangenehmes „Tock“, wenn man damit an die Zähne stößt. Dafür sind die Halme sogar spülmaschinenfest.

Emils Bauch hält alles aus

Unsere Trinkflasche ist aus stabilem Glas.

Unsere Trinkflasche ist aus stabilem Glas.

Nichts geht ohne „Emil“! Emil heißt unsere Trinkflasche. Sie ist aus stabilem Glas, ein Thermobehälter schützt den dicken Bauch erfolgreich vor Bruch und hält warm oder kalt, ganz nach Wunsch. Ursprünglich habe ich mir Emil gekauft, weil ich Getränke aus Plastikflaschen nicht mag, egal wie hochwertig und aufwändig diese auch gestaltet sein mögen. Ich finde, Getränke aus Plastikflaschen haben einen Nachgeschmack – vielleicht Einbildung. Dass „Emil“ ohne Weichmacher auskommt, fand ich immer schon klasse – genauso sein buntes Kleid aus Baumwolle, das sich sogar wechseln lässt.

Für den kleinen grünen Daumen

Diese Gartenwerkzeuge sind farbig und fröhlich. Zwar aus Kunststoff, aber aus einem sehr stabilen.

Diese Gartenwerkzeuge sind farbig und fröhlich.
Zwar aus Kunststoff, aber aus einem sehr stabilen.

Wir pflanzen in einem kleinen Beet Salat, Tomaten und Gurken an, wir sähen Basilikum oder Schnittlauch. Und weil wir den Schmetterlingen so gerne zuschauen, auch bunte Blumenmischungen. Ich empfinde es als Geschenk, meinen Kindern zeigen zu können, wie Gemüse wächst, oder wie toll es ist, Schnittlauch für den Salat frisch im Garten zu schneiden. Fürs Gärtnern besitzen wir gutes Handwerkszeug – auch das ist für uns sommerliche Nachhaltigkeit. Akku-Rasenmäher oder Akku-Freischneider im Großen, anständige Harken oder Laubrechen im Kleinen. Wenn ich arbeite, egal was, möchte ich mich nicht mit klapprigen Utensilien herumschlagen. Paul, unser kleiner Sohn, geht gerne mit voller Tatkraft zu Werke. Seine Sachen müssen das aushalten – wie das kleine Gartenset aus einem großen Gartenmarkt. Die einzelnen Werkzeuge wie Schaufel oder Harke sind farbig und fröhlich. Ja, zwar aus Kunststoff, aber aus einem sehr stabilen, so dass man sie gerne anfassen mag. Das Wichtigste aber: In vielen Jahren mit intensivstem Gebrauch ist nicht ein Teil zerbrochen. Anders als bei gefühlten Unmengen von billigen Sandformen, Baggern und Eimerchen…

Untertauchen – ganz kunterbunt

Unsere Tauchringe sind seit Jahren fester Bestandteil in unserer Badetasche.

Unsere Tauchringe sind seit Jahren fester Bestandteil in unserer Badetasche.

Meine Kinder sind Wasserratten – egal ob Pool, Meer oder See. Sobald sie sich ins kühle Nass werfen können, sind sie glücklich. Beide können gut schwimmen und tauchen gern. Was wir immer in Gebrauch haben, sind deshalb Tauchringe, so banal das jetzt klingen mag. An Kunststoffen kommt man auch hier (leider) nicht ganz vorbei. Allerdings haben wir die dünnen Plastikwasserbälle und Schwimmtiere zugunsten schöner und hochwertiger Utensilien aus dem Sportfachhandel ersetzt. Es gibt Sets aus Neopren in grellen Neonfarben, die schön durch das Wasser schimmern. Auch solche mit fröhlichen Figuren – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Unsere altgedienten, klassischen Ringe sind optisch vielleicht nicht mehr der Hit, aber seit Jahren fester Bestandteil in unserer Badetasche.

Auf der Suche nach Schatten

Das schattenspendende Wurfzelt ist ruckzuck aufgestellt.

Das schattenspendende Wurfzelt ist ruckzuck aufgestellt.

Unser Garten liegt sonnig, und gerade als die Kinder klein waren, lebten wir immer in der Sorge, sie könnten zu wenig Schatten finden. Manches Sonnensegel haben wir durchgebracht. Entweder wurde es brüchig, oder die Laschen krachten. Eins war sperrig und schwer zu montieren. Mein Mann ist ein leidenschaftlicher Camper, und irgendwann haben wir uns dann von lieben Freunden ein so genanntes „Wurfzelt“ geliehen – vor allem für Paul, den Kleinen, der gern draußen ein Schläfchen hielt. Den Namen „Wurfzelt“ finde ich nach wie vor lustig – man stelle sich das bildlich vor… Die Freunde waren sehr von ihrem Zelt begeistert, wir sind es mittlerweile auch! Ruckzuck aufgestellt, ohne große Vorbereitungszeit. Paul kann darin bei Spontanmüdigkeit pausieren, die großen Kids bei Abenteuerlust im Garten campen. Auf ein Festival kann man das gute Stück auch noch mitnehmen, weil es schön kompakt ist und dazu noch wenig wiegt.

Picknick im Grünen

Ich esse gern feine Sachen – und im Sommer gerne draußen. Selbst für eine Grillparty mit vielen Gästen, das kann ich mit gutem Gewissen sagen, würde ich niemals Einweg-Geschirr verwenden. Liebevoll zubereitetes Essen gehört nicht auf einen labbrigen Teller und schmeckt mir dann nur halb so gut. Meine nächste Anschaffung, unerheblich ob für einen Ausflug zur Apfelwiese oder an den Badesee, ist ein Picknickkorb. Es gibt sie mit Isolierfach zum Kühlen, mit schönen Stoffservietten, einer Decke und vor allem mit Mehrweggeschirr. Etwas für Augen und Gaumen also – und gut für die Umwelt obendrein.

Welche Dinge halten eigentlich bei Ihnen schon länger als nur einen Sommer?

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