Neues Jahr, neue Gadgets! Was versteht man eigentlich genau unter dem Begriff Gadget? Es handelt sich um technische Geräte, die man einfach haben will. Geräte mit besonderem Design. Oder mit außergewöhnlichen Funktionen, meistens elektronisch. Wichtig ist der Spaßfaktor. Den sollte jedes Gadget haben.

Die Messe CES 2016 (Consumer Electronics Show, Messe für Unterhaltungselektronik) wird einiges an Gadgets zu bieten haben. Aber was wollen wir wirklich, was wünschen wir uns – bestimmt keine langweilige Smartwatch, oder doch? Also ich bin schon ganz hibbelig, wenn ich manche Gadgets sehe. „Haben wollen“, ist dann mein Gedanke.

Fangen wir zunächst mit unserem liebsten Kind an, dem Fernsehgerät.

Biegsame Bildschirme

Curved ist das neue Zauberwort, also: gekrümmt. Oder foldable, faltbar / klappbar, nach dem Motto: „Kannste knicken.“ Die Welt der Bildschirme, egal ob groß oder klein, wird bald gebogen und faltbar sein. Bei den Cockpits mancher Autos merken wir es schon. Die Instrumente sind um uns herum angeordnet. Sie hüllen uns quasi ein. Vorteil: Die Augen müssen nicht so viel hin und her wandern, sondern sind fokussierter auf einen Bereich. Bei den Monitoren ergibt das mittlerweile ja auch Sinn, denn sie werden immer breiter und insgesamt größer. Das Fokussieren fällt schwerer. Abhilfe schaffen Geräte, die ein Cockpit-Feeling hervorrufen.

Die curved Smart TV-Geräte von Samsung oder anderen Herstellern finden jetzt endlich Anschluss an das vernetzte Zuhause, das Smart Home. Sie werden endlich mit einem Smart Home Hub ab Werk ausgestattet. Dies berichtet CleanThinking und zeichnet interessante Szenarien. Die Hausklingel mit Videokamera könnte das Bewegtbild (des vor der Tür stehenden Besuchs) auf den TV-Monitor übertragen, während man gerade fernsieht. Bild-in-Bild natürlich, damit man nichts von der Handlung verpasst und entscheiden kann, ob der klingelnde Besuch willkommen ist.

Der Haustür-Schlüssel hat ausgedient

Apropos Haustür: Nervt Sie auch der riesige Schlüsselbund? Das Türschloss kann zum Smartphone-Türschloss werden. Dabei bleibt das alte Schloss äußerlich erhalten. An der Innenseite wird das Nuki-Schloss installiert. Dann lässt sich die Haustür vom Smartphone aus öffnen und verriegeln. Das funktioniert mit Bluetooth, ist sicher und soll dieses Jahr auf den Markt kommen.

Kleine Displays werden smarter und multifunktional

Um Fernseher ging es schon. Doch was ist mit den kleinen Displays, die wir jeden Tag in Form von Smartphones mit uns herumtragen? So langsam kommen die ersten Meldungen von der CES 2016. Ab und zu ist die Rede von Display, die sich klappen, biegen oder sogar einrollen lassen. Ich finde einen flexiblen Screen grundsätzlich sehr interessant. Es kommt eben darauf an, ob das Ganze praxistauglich ist. Smartphones werden ja immer dünner. Die Displays sind eher verhältnismäßig größer geworden. Oft wirkt das inzwischen etwas instabil. Diese starren Geräte mit ihren Riesen-Displays wirken recht zerbrechlich. Oder sie könnten sich in der Hosentasche hässlich verbiegen. Bald alles halb so wild: Denn die Smartphones der Zukunft sollen uns nichts mehr krumm nehmen. Sie sind, glaubt man den Ankündigungen der Hersteller, faltbar, biegbar, flexibel. Mit diesen Eigenschaften würde das Phone die Anfangssilbe „Smart“ dann ja wirklich mal verdienen.

Zur CES stellt Lenovo ein Tablet mit eingebautem Projektor vor, berichtet das Magazin Chip. Das Lenovo Yoga Tab 3 projiziert ein bis zu 1,80 Meter breites Bild an die Leinwand. Da spart man sich bei Präsentationen im kleineren Kreis doch glatt den Beamer.

Stichwort Projektion: Nun sind wir doch noch bei einer Smartwatch gelandet. Die „Mirage“ projiziert die Uhrzeit auf die Hand. Netter Gag, aber täglich müsste ich das nicht haben. Natürlich verfügt sie auch über Sensoren wie einen Schrittzähler und Pulsmesser oder zeigt Benachrichtigungen vom Smartphone an, etwa, wer anruft oder wer eine Nachricht geschrieben hat. Die Uhr soll im ersten Quartal 2016 erscheinen, ein Preis wurde noch nicht genannt.

Gadget Seek Thermal WärmebildkameraDas Smartphone als Wärmebildkamera

Ein sehr nützliches Gadget ist für Android Smartphones und iPhone verfügbar. Ich habe sogar schon zwei Hersteller ausfindig gemacht. Flir und Seek Thermal (nur iOs, erhältlich beim Onlineshop Arktis) – vergleichen Sie bitte selber. Ideal für Heimwerker und Handwerker, um Energiefresser im Bereich von Wänden, Fenster, dem Dach oder im Innenbereich zu finden.

Kein sinnloses Schmuckstück, sondern ein Gadget für den Finger

Für meine Euphorie muss ich mich entschuldigen, aber jetzt kommt mein absolutes Lieblingsgadget der Zukunft. Ein Ring für den Zeigefinger mit einer LED. Es geht um sogenannte Gesten, die an Geräte gesendet werden. So heißt das, wenn man Geräte beispielsweise mit Hand-, Arm-, Kopf- oder sonstigen Bewegungen steuern kann.

Ganz in Zukunft wünsche ich mir natürlich, dass ausschließlich meine Gesten (ohne Hilfsmittel) von Geräten verstanden werden. Aber hier ist der Beginn von der Smart Home Steuerung mit Gesten.

Licht an und ausschalten per Geste mit dem Zeigefinger per Ring, wenn die Schalter oder Lampen entsprechend dafür vorgesehen sind. Es funktioniert alles, was per Bluetooth oder WiFi ansprechbar ist. Weiterhin kann man seine Präsentation (zum Beispiel PowerPoint) zeigen und mit dem Ring zu den Slides navigieren. Und vieles mehr. Schauen Sie das Video, dort ist vieles erklärt und gezeigt.

Bezugsquelle: http://logbar.jp/ring/

Wearables: mi.mu gloves und WYLD Belt

So viele Gadgets, die tragbar und zum Anziehen (= Wearables) sind, gibt es noch nicht. Da wünsche ich mir auf jeden Fall mehr in Zukunft. Vor allen Dingen etwas, das wie ein normales Oberteil oder eine Hose aussieht und die Funktionen so geschickt integriert hat, dass es nicht auffällt. Ich möchte keine Hose, die auf dem Oberschenkel eine Platte hat, auf der ich herumtippen kann. Ich möchte ganz normalen Stoff, in dem Fäden so eingewebt sind, dass sie „auf Touch“ funktionieren. Dass ich mein Smartphone in der Handtasche / Hosentasche lassen kann.

Wer sich für Musik interessiert, kann sich mal mit den mi.mu gloves (Handschuhen) beschäftigen, die Musik machen können. Spannend ist auch der interaktive Gürtel für Läufer oder Wanderer / Bergsteiger. Madeleine Cordier hat ihre Masterarbeit vorgestellt und ich hoffe, der Gürtel WYLD wird bald in Serie produziert.

BB-8™ Droid™ von Sphero

Gadgets: BB-8 Droid von SpheroDas absolute Muss – nicht nur für Fans von Star Wars. Kein Tamagotchi, sondern ein kleiner Computer, der die Niedlichkeit mit großen Löffeln gefressen haben muss. Hier ein Interview mit dem CCO Rob Maigret von Techcrunch als Video. Der kleine Racker, also der BB-8 Droid, in den man sich sofort verliebt, ist per Smartphone (Android + iPhone) steuerbar. Auch gesprochene Kommandos sind möglich. Am meisten fasziniert mich aber die Fortbewegung des Droids. Ein Roboterkopf der um den großen Ball rotieren kann. Ohne sichtbare Befestigung. Endlich ein Roboter für Zuhause und natürlich auch draußen. Ich bin wirklich sehr gespannt, ob und wie der Droid weiter entwickelt wird. Gesehen bei „Sowas will ich auch„.

Bei allen Gadgets warte ich ungeduldig auf vernünftige Preise, technische Weiterentwicklung und gute Bedienbarkeit.
May the future be with us!

Titelbild: Aufrollbares 18-inch OLED-Display LG 30R, Prototyp (Foto: LG Electronics)

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