„Unsere Azubis haben eine Himmelsliege gebaut“, erzählt mir Andreas Waldner, Ausbildungsleiter in Donaueschingen, am Telefon. Eine Himmelsliege?

Da fällt mir ein, letztes Jahr bei einer Wanderung im südlichen Schwarzwald habe ich auf dem kleinen Spießhorn Rast gemacht und mich dort auf einer Himmelsliege ausgeruht.

Ich google noch schnell und lerne: Charakteristisch für diese Möbel ist die gewellte Liegefläche, die sich dem Körper anpasst und zum Entspannen einlädt. Im Schwarzwald findet man sie entlang einiger Wanderwege.

Und so eine Himmelsliege haben unsere Azubis gebaut? Andreas schickt mir Fotos. Meine Kolleginnen und ich sind begeistert.
„Die hat ja sogar unser Logo!“, bemerkt Julia, unsere Volontärin.

Doch wie baut man so was?

Philip Merz und Dominik Zeller, zwei unserer technischen Azubis in Donaueschingen, haben die Liege während eines Schweißkurses gebaut.

„Wir sägten zwei U-Eisen auf 2,50 Meter zu und markierten sie alle 10 Zentimeter. So wussten wir, wie wir die Eisen biegen müssen. Damit es eine exakte Welle gibt, haben wir bei einer anderen Himmelsliege geschaut und von dort die Bögen nachgezeichnet“, erzählen mir die beiden.

Die Eisen werden mithilfe einer hydraulischen Rohrbiegemaschine gebogen. Das Schwierige dabei ist, dass beide Bögen genau identisch verlaufen müssen, damit die Bretter später nicht schräg verlaufen.

Rohrbiegepresse

Dominik und Philip biegen die U-Profile mit der Hydraulikpresse.

Soweit komme ich als Nicht-Handwerker noch mit.

Die Bretter bekommen Bohrungen und die U-Eisen werden im passenden Winkel und auf Maß zugesägt.

Dann geht es an die Unterkonstruktion. Dafür sägen die zwei Azubis Vierkantrohre zu.

„Damit nach dem Verzinken das überflüssige Zink wieder ablaufen kann, mussten wir alle Rohre an den Rändern auffräsen“, berichtet mir Philip von diesem Arbeitsschritt.

Mit einem Schweißgerät werden dann alle Einzelteile zusammengeheftet. Dann noch die Maße kontrollieren, falls etwas nicht passt, abändern, und dann kann die Liege komplett verschweißt werden.

Schweißen

Die zwei Azubis verschweißen die Einzelteile.

„Und wo kommt das Logo hin?“, frage ich.

„Damit die Himmelsliege stabil ist, haben wir eine massive Eisenplatte eingeschweißt. Und auf diese Platte haben wir das Energiedienst-Logo aufgeschweißt“, erzählt mir Dominik.

Logo

Die Azubis haben das Energiedienst-Logo auf der Eisenplatte eingeschweißt.

Im letzten Arbeitsschritt verzinken sie noch das Grundgestell, sägen die Bretter auf 1,40 Meter zu und befestigen sie auf dem Gestell mit Schlossschrauben, Spannscheiben und Schraubmuttern.

Himmelsliege_Dominik

Dominik bringt die Bretter an.

Fertig ist die Himmelsliege! Und ich kann mit meinem Wissen gegenüber meinen Wanderkumpanen glänzen, wenn ich mich das nächste Mal im Schwarzwald auf einer gewellten Liege ausruhe.

Himmelsliege-Gruppe

Fertig! Andreas Waldner freut sich mit den beiden.

Doch was machen die Azubis mit ihrer Liege?

Sie kommt demnächst auf die neu gestaltete Terrasse unseres Standortes in Donaueschingen.

„Ich finde es toll, wie super die Jungs dies umgesetzt haben“, sagt Andreas, der die Idee zum Bau der Himmelsliege hatte, stolz zu mir.

Falls Sie die Himmelsliege testen möchten, haben Sie am 12. Juni am Tag der offenen Tür in Donaueschingen Gelegenheit dazu. Und vielleicht treffen Sie auch auf Andreas Waldner oder einen der beiden Azubis, die Ihnen die Details zum Bau erzählen.

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