Eigentlich wollte ich mir beim Wettbewerb „Jugend forscht“ in Freiburg nur die Projekte anschauen und ein paar Fotos machen, die anschließende Preisverleihung hatte ich nicht eingeplant. Aber das Motto der Veranstaltung „Neues kommt von Neugier“ hat auch mich in den Bann gezogen.

Vor allem hatten mich die vielen Projekte vom Phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck e.V. neugierig gemacht, da sich auch in diesem Schuljahr wieder einige Schüler bei unserem Schulprogramm „Energie für Ideen“ (EFI)  beworben haben, um von Energiedienst einen Zuschuss bis 300 Euro zu bekommen.

Wo sonst bekam ich so eine Gelegenheit, die Schüler und ihre Projekte persönlich kennenzulernen?

Die Vielfalt der Phaenovum-Projekte

Es war ganz schön was los in der Rothaus-Arena. Wo fängt man da an mit Gucken und Staunen?

Am besten der Reihe nach, damit man nichts verpasst. Auch Ronja Spanke musste ich unbedingt besuchen, sie hat mit ihrem Projekt „Wandernde Steine III“ neue Erkenntnisse erforscht. Wir hatten sie schon im Vorjahr mit „EFI“ unterstützt und in unserer Kundenmagazin NaturKunde darüber berichtet. Ronja hat sogar im Blog darüber geschrieben.

Wiese-lebt

„Die Wiese lebt – die Schüler von Phaenovum haben dort ganz viele Tierchen entdeckt“

Bei einigen Projekten ging ich zügiger vorbei, da es dort für mich weniger Anschauliches gab oder ich die Plakate mit den komplizierten Formeln und Berechnungen sowieso nicht verstand.

Bei anderen blieb ich stehen und wunderte mich alleine schon über die Projektnamen: „Haben Rüden eine Präferenz-Richtung beim Urinieren?“, „Der Papier-Herkules“ oder „Wie tot ist die Wiese?“ Gemeint ist der Fluss „Wiese“ und nicht die Blumenwiese.

Ob das Wundermittel Allicin, das in Zwiebeln und Knoblauch vorkommt, ein Antibiotikum ersetzen kann oder wie man Edding oder Kaugummi am besten aus Textilien entfernt, waren Projekte, die für mich als Laie nachvollziehbar sind.

Dass man aus Essig und Kalk eine Batterie bauen kann, wunderte mich nur wenig – mit Zitronen geht es ja auch.

Stromerzeugung

Stromerzeugung mit Essig und Kalk.

Edding

Wie entfernt man Edding?

Projekte, die einfach auffallen

Die Projekte von den Phaenovum-Schülern sind nur ein Teil der ca. 80 Projektteilnehmer an Jugend forscht.

Mich interessierte vor allem, welche weiteren Schulen aus unserem südbadischen Heimatmarkt hier mitmachen und ich für unser EFI-Programm gewinnen konnte. Ich entdeckte zum Beispiel Projektgruppen vom Faust-Gymnasium Staufen: drei Teilnehmer – gerade mal 10 Jahre alt – haben den „Batty“ gebaut – den batteriefressenden Roboter.

Oder ein elfjähriger Junge vom Markgräfler Gymnasium Müllheim beschäftigte sich mit dem Thema „Wie weit und wie hoch kann eine Wanderheuschrecke springen?“ Diese Projekte notierte ich mir und natürlich auch die jeweiligen Lehrer: „Die bekommen von mir und EFI noch Post“.

Batty

Batty – der sprechende und winkende Batterieschlucker.

Heuschrecke

Wanderheuschrecke vor dem Sprung.

Projekte der Gewerbeschule Waldshut

Außerdem sind mir natürlich auch die Schüler vom Technischen Gymnasium der Gewerbeschule Waldshut aufgefallen. „Die kommen doch aus meiner Ecke am Hochrhein – vielleicht kenne ich jemanden?“

Die Arbeiten der Schüler, wie zum Beispiel die Eigenkonstruktion eines elektrischen Dosenöffners, ein automatischer Kettenreiniger für Mountainbikes, ein automatisches CD-Archiv sowie einen Ausdruckautomaten für Schaumstoffe waren dann von etwas größerem Kaliber. „Meine Güte, die Schüler haben was drauf!“

CD-Archiv

Das automatisierte CD-Archiv.

 

Kettenreiniger

Ein automatischer Kettenreiniger.

Hotzenwald meets Jugend forscht

So viele tolle Projekte aus Waldshut. Der betreuende Lehrer Siegfried Isele ist schon 20 Jahre bei Jugend forscht mit seinen Projekten. Leider hat er sich bislang nur einmal an unserem EFI-Programm beteiligt.

Von seiner Schülergruppe (die mit dem Ausdruckautomaten) wollte ich wissen, wie sie denn auf diese tolle Idee gekommen sind. Sie erzählten mir, dass sie bei einem Ferienjob in einer Firma, die Schaumstoffe verarbeitet, darauf kamen. Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine Erfindung, um betriebliche Prozesse zu verbessern.

Als ich dann die Namen der Jungs auf dem Projektplakat las und ihre Gesichter näher betrachtete, ging mir ein Licht auf. „Hey, ihr seid vom Hotzenwald und ich kenne eure Eltern“! Das hat mich wirklich sehr gefreut und die beiden meinten: „Ja, die kommen später auch noch hier vorbei“. Zufälle gibt’s – die Welt ist doch klein!

Automatendrucker

Hier hätten wir mit den 300 Euro von EFI höchstens ein paar Schrauben, Platinen oder Lämpchen übernehmen können …

Automatendrucker2

… der Ausdruckautomat für Schaumstoff war gigantisch!

Mir sind später nicht nur die Eltern noch über den Weg gelaufen, sondern auch Siegfried Isele. Die nächsten Projekte möchte er nun auch bei „EFI“ einreichen. Er fand es schön, dass er nun auch ein Gesicht vor Augen hat und weiß, mit wem er es bei Energiedienst zu tun hat.

Fazit ist: Jugend forscht ist einen Besuch wert, ob man nun Hotzenwälder oder Lehrer treffen oder einfach nur die Projekte anschauen möchte. Ich habe wieder gut „genetzwerkt“ wie man so schön sagt und das war ja auch mein Ziel. Im Februar 2017 bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Der Wettbewerb dauert zwei Tage und an einem Tag darf immer die Öffentlichkeit vorbeischauen.

Übrigens: Nach der Preisverleihung haben viele Projektgruppen von Phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck e.V. und vom Technischen Gymnasium der Gewerbeschule Waldshut tolle Preise mit nach Hause genommen

Herzlichen Glückwunsch!

Monika Kiefer

Monika Kiefer arbeitet in der Unternehmenskommunikation: „Meine Arbeiten im Team „Kommunikation“ sind abwechslungsreich und spannend, da ich sehr viel Kundenkontakt am Telefon habe. Ich organisiere Kraftwerksbesichtigungen und habe für Lehrer und Schüler ein offenes Ohr, wenn finanzielle Unterstützung bei naturwissenschaftlichen Projekten gefragt ist oder Unterrichtsmaterialien gewünscht sind.“

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