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Rolf Hezel

 

„Strom aus Wasserkraft.“ Das ist die zentrale Energiequelle bei Energiedienst, aus der alle Privatkunden ausschließlich versorgt werden. Und das übrigens schon seit 1999.

Energiedienst ist deshalb bestrebt, die Wasserkraft weiter auszubauen. Nach dem Neu- und Ausbau des Rheinkraftwerks Rheinfelden wird das am Hochrhein schwierig. In unserem Stammgebiet gibt es kein Potenzial mehr, um weitere große Wasserkraftwerke zu erschließen.

Anders sieht es hingegen bei der „kleinen Wasserkraft“ aus. Im Schwarzwald bieten sich noch einige Möglichkeiten, um das vorhandene Potenzial ausbauen oder besser nutzen zu können. Deshalb haben wir vor gut zwei Jahren ein Projekt mit dem Namen „15 plus“ gestartet.

Strom für rund 5.000 Haushalte

Ziel ist dabei, innerhalb von rund drei Jahren, also bis 2015, die Erzeugung aus Wasserkraft bei Energiedienst zu steigern: Weitere gut 15 Millionen Kilowattstunden Strom sollen erzeugt werden. Das ist rein rechnerisch Strom für rund 5.000 Haushalte.

Dies geschieht auch mit dem Ziel, die lokale dezentrale Energieversorgung weiter zu stärken. Denn die Wasserkraft ist nicht von kurzzeitigen Schwankungen, wie Sonne oder Wind, betroffen und kann einen Beitrag zur Netzstabilität leisten.

Euphorisch gingen wir 2012 ans Werk. Hatten doch die Auswirkungen von Fukushima die Idee des weiteren Ausbaus der neuen und dezentralen erneuerbaren Energien beflügelt. Als Bearbeitungsgebiet hatten wir uns in etwa den Raum des Regierungsbezirks Freiburg ausgesucht, in dem der Großteil unserer Kunden beheimatet ist und in dem wir uns gut auskennen.

Schnell fanden wir zahlreiche auf den ersten Blick geeignete Standorte und unsere Liste der möglichen Potenziale wuchs rasch. Als Vorgabe hatten wir uns zunächst keine Grenzen gesetzt. Ob Neubau, Erwerb, Pacht oder gemeinsamer Betrieb von bestehenden Anlagen: Alles war denkbar. Auch die Anlagengröße sollte keine Rolle spielen. Den Ausbau unserer eigenen mittlerweile acht Kleinwasserkraftwerke hatten wir ebenfalls mit in Betracht gezogen.

Zahlreiche Hürden zu nehmen

Dann hieß es, aus den gefundenen Ideen realisierbare Konzepte und Planungen zu erstellen. Damit setzte die Ernüchterung ein… Zahlreich waren und sind die Hürden, die überwunden werden müssen, um schlussendlich zu einem realisierbaren Projekt zu gelangen.

Einmal kann sich der eine oder andere Betreiber nicht dazu durchringen, eine marode aber ausbaufähige Anlage mit uns gemeinsam zu verbessern, dann sind die ökologischen Anforderungen so hoch, dass am Schluss für die Wasserkraft nichts übrigbleibt, ein weiteres Mal kann das Grundstück, auf dem eine Anlage errichtet werden könnte, nicht erworben werden.

Last but not least muss die Anlage aber auch nachhaltig wirtschaftlich betrieben werden können. Bei besonders kleinen Anlagen ist dies häufig für einen professionellen Betreiber wie Energiedienst nur schwer zu realisieren. Denn wir bekennen uns explizit zu den Anforderungen an Umweltschutz und Arbeitsschutz. Das ist in der Regel mit Kosten verbunden und rechnet sich bei ganz kleinen Anlagen nicht immer.

Kandern, Eimeldingen

Kandern, Eimeldingen ist ein Beispiel für ein Standort mit schwieriger Wirtschaftlichkeit.

Der Optimismus ist wieder da

Mittlerweile hat sich jedoch wieder Optimismus eingestellt. Dieses Jahr gelang es uns, zwei Wasserkraftwerke in Zell im Wiesental zu pachten, die wir nun ökologisch und technisch ausbauen werden.

Wasserkraftwerk_Schappe_5

Seit Mai haben wir die Betriebsführung des Wasserkraftwerks Schappe von der Stadt Zell übernommen.

Zudem bauen wir derzeit an mehreren eigenen Anlagen die Potenziale um nahezu 25 Prozent aus und weitere neue Anlagen befinden sich gerade im Genehmigungsverfahren.

Wasserkraftwerk Mambach

Das Wasserkraftwerk Mambach ist eines der ältesten und leistungsstärksten Kraftwerke im Wiesental und wird derzeit modernisiert.

Wir rechnen damit, dass wir bis Ende dieses Jahres rund neun bis zehn Millionen Kilowattstunden in Realisierung (wie das technisch so schön heißt) haben werden und sind zuversichtlich, unser gesetztes Ziel, bis 2015 unsere Erzeugung aus kleiner Wasserkraft um 15 Millionen Kilowattstunden zu steigern, tatsächlich zu erreichen. Wir setzen damit sowohl für die regenerative Energieerzeugung, als auch für unser Unternehmen insgesamt ein weiteres positives Signal.

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