Allerorten buhlen umweltfreundliche oder zumindest klimaschonende Produkte um die Gunst der Käufer. Den ökologischen Mehrwert dokumentieren einfallsreich gestaltete Labels. Doch garantieren die bunten Siegel tatsächlich ein Plus für die Umwelt oder sind sie nur eine Masche, um Kasse zu machen?

Hier gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Keine leichte Aufgabe, denn wer weiß schon aus dem Stehgreif, was sich hinter Wortkreationen wie „Upcycling“ oder „Cradle to Cradle“ verbirgt? Dagegen sind die „Repair-Cafés“ schon fast alte Bekannte.

Stecker

Wer die Umwelt schützen will, achtet bei Elektrogeräten auf den Energieverbrauch.

EU-Energielabel

Gut etabliert hat sich das „EU-Energielabel“, das seit vielen Jahren über den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten und neuerdings auch von Fahrzeugen informiert.

Seit vielen Jahren ist das „EU-Energielabel“ eine verlässliche Entscheidungshilfe für Verbraucher.

Es teilt die Geräte in verschiedene Energieeffizienzklassen ein, die von der besten Klasse A+++ bis hinunter zur schlechtesten Klasse G reichen.

Ab September 2015 wird das Energieeffizienzlabel auch auf Heizanlagen zu finden sein. Derzeit überarbeitet die Europäische Union die europaweit einheitliche Energieverbrauchskennzeichnung.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Vereinheitlichung der Energieeffizienzklassen, zusätzliche Verbraucherinformationen und eine zentrale Datenbank für gelabelte Produkte.

Die neuen Label sollen ab 2017 kommen. Informationen zum EU-Energielabel finden sich auf der Internetseite des Umweltbundesamtes.

EU-ENERGY STAR

Der ENERGY STAR ist ein US-amerikanisches Umweltzeichen. Es wurde 1992 vom amerikanischen Umweltbundesamt eingeführt.

Seit 2001 beteiligt sich die EU an dem Programm, verwendet es jedoch ausschließlich zur Kennzeichnung stromsparender Bürogeräte.

Alles Wissenswerte unter www.eu-energystar.org.

Buerogeraete

Auch Bürogeräte können umweltfreundlich sein.

TCO

Das schwedische TCO-Prüfsiegel wird für sparsame, ergonomische und umweltfreundliche Geräte der Informationstechnik vergeben. Vor allem auf Computermonitoren prangt das Label seit Jahren gut sichtbar.

Mehr unter https://tcocertified.de/.

Blauer Engel

Ein alter Bekannter ist der „Blaue Engel“, der bereits seit 1978 besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen ziert. Der „Blaue Engel“ kann nur auf Antrag vergeben werden und bezieht sich stets auf einzelne Produkteigenschaften.

Informationen bietet die Internetseite www.blauer-engel.de.

EU Ecolabel

Das Europäische Umweltzeichen wurde 1992 durch eine EU-Verordnung eingeführt und kennzeichnet ebenfalls Produkte und Dienstleistungen, die geringere Umweltauswirkungen haben als vergleichbare Produkte.

Dabei reicht das Spektrum von Reinigungsprodukten über Elektrogeräte, Textilien, Schmierstoffe, Farben und Lacke bis zu Beherbergungsbetrieben.

Lediglich Nahrungsmittel, Getränke, Arzneimittel und medizinische Geräte sind von der Vergabe ausgeschlossen.

Holztisch

Mit etwas Fantasie werden aus alten Paletten neue Möbel.

Upcycling

Beim „Upcycling“ werden aus Abfallprodukten neue Erzeugnisse. Wie die Vorsilbe „up“ (hoch), bereits andeutet, kommt es dabei zu einer stofflichen Aufwertung.

Das Internet ist voll mit Ideen, so zeigt www.weupcycle.com viele Beispiele, etwa ein kleines Körbchen, geflochten aus Streifen eines Fahrradschlauchs.

Ideen und Anregungen gibt es auch unter zahlreichen anderen Adressen, wie etwa http://upcycleme.fashionforhome.de.

Holzwiege

Die Wiege als Anfang und Ende im Cradle-to-Cradel-Kreislauf.

Cradle to Cradle

Das Konzept “Cradle to Cradle” verfolgt einen weitreichenderen Ansatz als das „Upcycling“. Es folgt der Vision einer abfallfreien Wirtschaft, bei der alle Materialien dauerhaft einem geschlossenen Kreislaufsystem zugeführt werden.

Aus den Wertstoffen werden neue Produkte; biologische Erzeugnisse sind Teil natürlicher Kreisläufe. Gesundheits- und umweltschädliche Materialien werden nicht verwendet. Der Name „von der Wiege bis zur Wiege“ soll dieses Prinzip verdeutlichen.

Kompostierbare Textilien und essbare Verpackungen sind Beispiele. Ebenso reine Kunststoffe und Metalle, die unendlich oft wiederverwendet werden können.

Recycling nach dem Prinzip “Cradle to Cradle” bedeutet, dass das Material immer wieder für dasselbe Produkt verwendet wird. Die beiden Entwickler des Konzepts, Michael Braungart und William McDonough, haben dafür den Begriff der „Ökoeffektivität“ geprägt und der „Ökoeffizienz“ entgegengestellt, die mit weniger Ressourcen höhere Ergebnisse erzielen will.

Mehr über dieses innovative Konzept kann nachlesen unter http://c2c-ev.de oder www.epea-hamburg.org.

Am 31. Oktober 2015 geht der Cradle-to-Cradle-Kongress in Lüneburg die zweite Runde, mehr dazu unter http://c2c-kongress.de.

Ingo Fleuchaus

Diplom-Physiker Ingo Fleuchaus macht mit seiner PR-Agentur textdirekt seit mehr als zehn Jahren Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Kunden aus der Energiebranche. Die Schwerpunkte bilden Themen aus den Bereichen Energieversorgung, Erneuerbare Energien, Elektromobilität und Forschung.
http://www.textdirekt.de

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