LED-Leuchtmittel haben viele Vorteile: Sie verbrauchen weniger Strom, ihr Licht ist angenehm, langlebig sind sie noch obendrein. Zur Attraktivität der LED trägt die auch die Vielfalt der Formen bei, in der die Leuchtmittel erhältlich sind. Das reicht vom Retrofit-Leuchtmittel im Glühbirnendesign, siehe oben, bis hin zu Lichtschlangen und -bändern. Vorweg: Licht machen die LED, die wir im Folgenden erwähnen, alle. Doch LED können noch viel mehr. Hätten Sie’s gewusst?

Steuerung von LED per App

Das wohl bekannteste Extra mancher LED ist die Fernbedienung. Damit können Helligkeit und auch Lichtfarbe verändert werden. Auch automatische Farbwechsel lassen sich abrufen. Bedient wird die Lightshow mit einer eigenständigen Fernbedienung oder per Smartphone und Tablet.

Automatisierung der Beleuchtung

Der bekannteste Vertreter dieser fernsteuerbaren LED ist die Philips Hue. Sie war eine der ersten per App gesteuerten Beleuchtungslösungen. Mit der Hue kann man die Beleuchtung zu Hause automatisieren, und zwar auf vielfältige Weise. Abhängig von bestimmten Auslösern kann die kleine High-Tech-Lampe in unterschiedlichen Farben und Helligkeiten leuchten. Zu den genannten Auslösern kann die aktuelle Tageszeit gehören. Aber auch komplexere Programmierungen sind möglich: das passende Licht zur Musik, zum Wetter oder zur aktuellen Tendenz an der Börse. Alles ist machbar.

Doch die Hue ist nur ein Beispiel, sozusagen der bekannteste Pionier. Mittlerweile gibt es unzählige weitere Anbieter von smarten und programmierbaren LED-Leuchten. Sie können uns morgens sanft wecken wie beim Sonnenaufgang, verschiedene Farben annehmen. Sie begleiten uns durch das Haus und schalten das Licht automatisch in den Räumen ein, in denen wir uns aufhalten.

Adapter für Smartphone-Steuerung

Für die Steuerung der Beleuchtung per Smartphone benötigt man in der Regel teure Leuchtmittel mit eingebauter Steuerung. Doch mit dem Adapter von emberlight lässt sich jede dimmbare Lampe über das Smartphone steuern. Das praktische Produkt wurde in 2015 auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter erfolgreich finanziert und kann jetzt auch bestellt werden.

Falls Sie „Crowdfunding“ noch nie gehört haben: Auf solchen Websites stellen Tüftler ihre Ideen vor und sammeln Geld von Unterstützern ein. Als Belohnung gibt’s dann oft das fertige Produkt – oder auch nicht. Denn die Entwickler dürfen auch scheitern. Dort mitzumachen ist also nichts für Risikoscheue; viele Unterstützer können ein Lied davon singen, wie es ist, Monate oder gar Jahre lang auf die unterstützten Produkte zu warten und am Ende leer auszugehen. Rechtlich ist das völlig in Ordnung, aber man muss es mögen.

Praktisch, wenn programmierbare LED eine offene Schnittstelle bieten, mit der eine Verbindung zu zahlreichen anderen Internetdiensten möglich ist. Für die Kopplung wird oft der Automatisierungs-Dienst IFTTT genutzt. Damit kann die Lampe den Nutzer zum Beispiel durch ein Lichtsignal auf bevorstehende Termine oder auf neue Nachrichten hinweisen. Die Beleuchtung könnte auch eingeschaltet werden, wenn man sich dem Haus nähert – oder sich entfernt. Ganz nach Belieben.

LED können auch Musik machen

Aber ich habe noch weitere Funktionen gefunden, die mit LED-Beleuchtung genutzt werden können. Es gibt auch LED-Leuchtmittel mit einem eingebauten Lautsprecher für die Musik vom Smartphone oder Rechner. Praktisch ist diese Funktion etwa im Badezimmer, in dem das Verlegen von offenen Kabeln aus Sicherheitsgründen nicht geht. So könnte man beim Baden, Duschen oder Rasieren gleich Radio, einen Podcast oder die aktuelle Lieblingsmusik hören. Die Idee klingt gut. Bei solch kleinen Lautsprechern kann man allerdings keinen guten Klang erwarten. Oder doch? Falls Sie Erfahrungen damit gesammelt haben, freue ich mich auf Ihren Kommentar unter diesem Beitrag.

Fundgrube für unterschiedliche Zusatzfunktionen

Sengled bietet eine LED-Lampe mit eingebautem WLAN-Repeater

Sengled bietet eine LED-Lampe mit eingebautem WLAN-Repeater

Richtig viele Funktionen, die über die reine Beleuchtung hinausgehen, findet man bei dem Hersteller Sengled. Dieser bietet die bereits erwähnten Lautsprecher in unterschiedlichen Varianten und Designs an.

Interessant finde ich den WLAN-Repeater der „Sengled Boost-LED“. Der verstärkt das Signal des Routers, damit es in allen Räumen ankommt. Der Repeater ist in der LED eingebaut, damit nicht sichtbar und benötigt keine eigene Steckdose. Die LED wird über die App auf dem Smartphone mit dem WLAN verbunden und bringt das Signal in Räume, die bisher nicht erreicht wurden. Super Idee, finde ich.

Auf der Messe für Consumer Electronics, CES, in Las Vegas zeigt Sengled eine LED mit eingebautem Mikrofon und Verbindung zur Cloud. Die aufgenommenen Geräusche werden in der Cloud mit einer Software analysiert und ausgewertet. Datenschützer werden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, Technik-Fans (wenn sie nicht gleichzeitig Datenschützer sind) begeistert sein. So soll die Beleuchtung künftig mit der Sprache gesteuert werden, aber auch Termine können notiert werden. Die Sengled Voice kann aber auch bei bestimmten Geräuschen eine Warnung an das Smartphone senden.

Doch es kommt noch dicker. Man muss künftig bei der Beleuchtung wohl genauer hinsehen, was diese alles macht. Denn Sengled hat auch eine LED mit eingebauter HD-Kamera im Programm. Die Sengled Snap wurde schon 2015 auf der CES präsentiert und ausgezeichnet. Sie ist wetterfest, kann Bewegungen erkennen, hat einen großen Erfassungswinkel von 140 Grad, speichert die Daten in der Cloud und kann per Smartphone oder Tablet gesteuert werden.

Eigentlich folgerichtig. Denn im Smart-Home-Segment spielt Sicherheit eine große Rolle. Vor diesem Hintergrund ergibt solch ein Produkt Sinn. Mit der eingebauten Kamera wird kein zusätzliches Element benötigt, da die Beleuchtung ohnehin vorhanden ist. Doch die Überwachung wird immer einfacher und versteckter, das hat nicht nur Vorteile.

Über die LED Bilder und Filme anzeigen

Der LED-Projektor Beam lässt sich in Glühbirnenfassungen einschrauben und kann... alles

Der LED-Projektor Beam lässt sich in Glühbirnenfassungen einschrauben und kann… alles

Wow, ganz schön viele Extras, die es da bei den LED gibt. Ehrlich gesagt habe ich bei der Recherche selbst gestaunt. Fehlt nur noch, dass die Lampe mehr als nur einen Lichtstrahl aussendet. Wie wäre es, wenn wir beim Kochen das Rezept auf die Arbeitsfläche einblenden lassen oder einen Film nebenbei laufen lassen? Sie werden es schon ahnen: Das ist möglich, mit Beam, dem smarten Projektor, der in eine Glühbirnen-Fassung passt. Auch Beam wurde in 2015 auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter erfolgreich finanziert und ist bereits frei erhältlich.

Mit Beam kann man auch Licht machen, aber man kann sich auch morgens mit der Wettervorhersage oder der Tagesplanung wecken lassen. Das Wunderding kann Bilder an die Wand projizieren, Präsentationen zeigen oder Spiele projizieren. Der bereits erwähnte Automatisierungsdienst IFTTT lässt sich hier auch wieder einsetzen und Filme oder Bilder nach festgelegten Regeln anzeigen. Das hat schon einen gewissen Science-Fiction-Charakter.

Spielerei oder sinnvolle Zusatzfunktion?

Für manche ist es Spielerei, für andere sinnvolle Ergänzung. Doch die neuen Funktionen werden auf jeden Fall dazu beitragen, dass LED sich auf dem Massenmarkt weiter durchsetzen. Ein Beitrag dazu, dass sich viel mehr Menschen mit der stromsparenden Beleuchtung durch LED befassen.

Was denken Sie? Kennen Sie noch weitere Beispiele für LED mit Zusatzfunktionen? Was könnte man noch alles in die LED Leuchtmittel integrieren?

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