Kinder und Strom – eigentlich keine gute Kombination! Doch auch die Kleinen nutzen Elektrizität immer früher und freuen sich, wenn Strom Spielzeuge wie Lerncomputer, Keyboard und Handy in Gang bringt.

Aber wissen die Kinder auch, wie dieses spannungsgeladene Hilfsmittel entsteht, das uns jederzeit aus der Steckdose bereitsteht?

Schüler zu informieren und für Themen wie ökologische Energieerzeugung und Umweltschutz zu sensibilisieren, liegt Energiedienst am Herzen. Allein letztes Jahr besichtigten 51 Schülergruppen  und 12 Gruppen mit Studierenden das Wasserkraftwerke in Rheinfelden.

Aber auch die Wasserkraftwerke Laufenburg und Wyhlen stehen für kostenlose Gruppenführungen offen. Rheinfelden können sogar Grundschulklassen ab der 3. Klasse (Mindestalter 8 Jahre) besuchen. Während des zweistündigen Rundgangs am Kraftwerk sehen die Schüler im Infocenter an einem interaktiven Kraftwerksmodell, was wo und wann im Kraftwerk passiert.

„Wie funktioniert Wasserkraft?“

Das spannende Lernposter „Wie funktioniert Wasserkraft?“ passt an jede Wand, ob fürs Klassen- oder Kinderzimmer und eignet sich perfekt dafür, einen Kraftwerksbesuch mit den Schülern zu planen.

Auf den ersten Blick hält man das informative Plakat für eine Informationsbroschüre, die man wie ein Heft durchblättert. Doch dann entfaltet sich der Bogen und verrät Schritt für Schritt, wie Strom aus Wasser erzeugt und in die Steckdose umgeleitet wird.

Die erste Seite stellt das Unternehmen Energiedienst vor und führt die Kinder behutsam an das Thema Ökostrom, erneuerbare Energie und deren Vorteile heran. Denn auch die zukünftigen Stromverbraucher sollen früh lernen, wie man die Umwelt und die Natur schützt.

Kindgerechte Sprache und ein anschauliches Beispiel, der Fahrraddynamo, den jedes Kind schon einmal benutzt hat, bringen Grundschülern ab der 4. Klasse das komplexe Thema der Stromerzeugung näher.

DoppelseiteLernposter

Die Karte zeigt die Standorte von Energiedienst sowie den Rhein mit seinen sechs Wasserkraftwerken.

Klappt man eine Seite auf, erstreckt sich über die ganze Doppelseite eine Karte mit allen Standorten und dem gesamten Netzgebiet von Energiedienst. Die sechs großen Wasserkraftwerke Wyhlen, Ryburg-Schwörstadt, Säckingen, Laufenburg, Albbruck-Dogern und Rheinfelden sind mit eindrücklichen Fotos abgebildet.

Sieben Jahre dauerte der Neubau des Wasserkraftwerks in Rheinfelden, der von 2003-2010 allmählich das in die Jahre gekommene Vorgängermodell ablöste.

Jetzt zählt das neue Wasserkraftwerk am Hochrhein zu den modernsten Flusswasserkraftwerken in Europa.

Was geschieht in der Turbine?

Rohrturbine

Das Innere einer Rohr-Turbine.

Eine Infobox zeigt den Längsschnitt durch das Maschinenhaus, in dem alle wichtigen Abläufe der Stromerzeugung zusammenlaufen.

Bevor das Wasser durch die Turbine geleitet wird, muss erst sichergestellt werden, dass kein Treibgut, die Fachleuten nennen es Geschwemmsel, die Turbine verstopft. Das ist die Aufgabe des Rechens und der Rechenreinigungsmaschine, die dafür sorgen, dass keine Äste in die Anlage geraten.

Anschließend strömt das Flusswasser durch die Turbine – das Herzstück des Kraftwerks. Eine vereinfachte Grafik macht sichtbar, was in der Turbine unter Wasser geschieht. Jedes Einzelteil der Turbine ist mit einer Nummer versehen, die auf die entsprechende Erklärungen im Text verweist.

Einfache, kurze Sätzen beschreiben jeden einzelnen Vorgang, sodass die Kinder erfahren, wo die Turbine, was macht: Vom Leitapparat über die Laufradschaufeln gelenkt, treibt die Kraft des Wassers das Laufrad an, das sich ähnlich wie bei einem Wassermühlrad zu drehen beginnt. Die dadurch freigesetzte Energie dieser Drehbewegung wird über die Welle zum Rotor geleitet, der sich in Bewegung setzt und auf diese Weise Strom generiert.

Verantwortung für die Natur

Wichtig ist neben der Stromerzeugung auch die Verantwortung für die Natur rund um die Standorte der Kraftwerke. Als Lebensraum für viele verschiedene Tierarten steht das Wasser hier im Mittelpunkt. Heimischen Fischarten wie Hecht, Aal und Bachforelle, aber auch Vogelarten, die am Wasser leben, sind abgebildet und benannt.

Damit Flussschwalbe und Flussregenpfeifer ungestört ihre Jungen ausbrüten können, haben die Umweltfachleute von Energiedienst Kiesinseln im Rhein aufgeschüttet. Diese Veränderungen im Flussbett sind Teil der Renaturierung und tragen zur Erhaltung des Ökosystems am Rhein bei.

Da der Bau eines Kraftwerks eine Veränderung im Lebensraum der Tiere bedeutet, legt Energiedienst großen Wert darauf, die Natur um die Standorte zu schützen. Durch diese ökologische Maßnahme ist gewährleistet, dass die Natur möglichst wenig Schaden durch das Kraftwerk nimmt.

Der Fischpass auf Schweizer Seite ist ebenfalls Teil dieser Idee. Viele kleine Becken lotsen die Tiere am Kraftwerk vorbei und sie können ihre Reise flussaufwärts ungehindert fortsetzen.

Auch ein naturnahes Umgehungsgewässer wurde gebaut. Fische und Wassertiere nutzen diesen Nebenfluss, um das Kraftwerk zu überwinden. Zusätzlich dient es als Lebensraum für Wasservögel, Insekten und bietet Laichplätze für Nase und Äsche.

Strom an 365 Tagen im Jahr

Lernposter

Was passiert im Wasserkraftwerk Rheinfelden? Die Antwort findet Ihr im Lernposter.

Das Wasser des Kraftwerks läuft zwar vollautomatisch und produziert rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr Strom, dennoch sind ständig Mitarbeiter von Energiedienst im Einsatz, um das Wasserkraftwerk in Schuss zu halten.

Auch über die täglich anfallenden Arbeiten am Kraftwerk berichtet das Poster. Die Arbeiter kümmern sich um die Einstellungen der Anlage oder reinigen die Turbinen. Vor allem bei Hochwasser sind die fleißigen Energiedienst-Mitarbeiter gefragt: Rechen reinigen, Baumstämme mit dem Portalkran rausholen und containerweise Geschwemmsel entsorgen.

Aber wie kommt der Strom letztendlich vom Kraftwerk in die Steckdose?

Hierfür braucht es Transformatoren, die den Strom über Umspannwerke in das Ortsnetz leiten. Von dort gelangt er dann direkt in die Haushalte des Netzgebiets und in die Steckdose.

Energie für Ideen

Neben Führungen direkt Vorort unterstützt Energiedienst auch Schülerprojekte und betreut das Schulprogramm „Energie für Ideen“.

Damit die Schüler sich auf den Besuch im Wasserkraftwerk vorbereiten können, stellt Energiedienst, zusätzlich zum Lernposter, noch weitere Unterrichtsmaterialien bereit, die alles rund ums Thema Energie und Umwelt altersgerecht erklären. Das Angebot reicht vom Bastelbogen einer Turbine, lustigen Comic-Malbüchern für Grundschüler bis zur Lernzeitschrift mit CD für die Oberstufe.

Die Rückseite des Posters zeigt einen Steckbrief mit den wichtigsten Zahlen rund um das Wasserkraftwerk in Rheinfelden. Aber auch die Kontaktadresse vom Energiedienst ist hier zu finden.

Führungen, Unterrichtsmaterial und natürlich das Lernposter „Wie funktioniert Wasserkraft?“ kann man im Internet unter www.energiedienst.de/schulinformation kostenlos buchen und anfordern.

Energiedienst Blog per Mail:

Verpassen Sie keinen neuen Beitrag im Energiedienst-Blog. Wir senden Ihnen neue Beiträge gern per E-Mail. Abbestellung jederzeit möglich. Ihre Adresse wird zu keinem anderen Zweck genutzt.