Sie wollen zur Energiewende beitragen und ihren Strom umweltfreundlich vor Ort erzeugen?

Was bislang Eigenheimbesitzern vorbehalten war, ist nun auch Mietern möglich: Mieterstrom heißt die Lösung! Dabei ist Mieterstrom nicht nur für private Haushalte interessant, sondern auch für gewerbliche Mieter.

Mieterstrom wird dezentral erzeugt und von einem Lieferanten, der auch Betreiber der Anlage sein kann, an die Mieter vor Ort geliefert. Reicht die Vor-Ort-Erzeugung für eine Vollversorgung nicht aus, versorgt der Lieferant des Mieterstroms den Mieter zusätzlich mit Netzstrom.

Win-Win-Situation dank Mieterstrom

Ein Modell, von dem Immobilienbesitzer und Bewohner gleichermaßen profitieren. Der Wert der Immobilie steigt und die Energiekosten für die Mieter sinken.

Strompreise können langfristig kalkuliert werden, die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Effiziente Erzeugungstechnologien schonen die Ressourcen und damit die Umwelt.

Attraktiv ist Mieterstrom insbesondere wegen seines günstigeren Preises. Der Mieterstrom stammt aus einer PV-Anlage auf dem Dach oder von einem BHKW im Keller. Da der Strom in unmittelbarer Nähe zum Mietobjekt produziert wird, muss er nicht durch das öffentliche Netz geleitet werden.

Der Preis des Netzstroms setzt sich aus Kosten für Erzeugung, Netz und Vertrieb sowie aus Abgaben und Umlagen zusammen. Beim Mieterstrom entfallen Netznutzungsentgelte, Konzessionsabgaben und Stromsteuer.

Kommt die direkte Förderung für Mieterstrom?

Mit der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes steht für Mieter seit geraumer Zeit eine Reduktion der EEG-Umlage von 60 Prozent für die Nutzung von Strom aus hauseigenen Solaranlagen im Raum.

Es könnte aber auch eine andere Regelung gefunden werden, etwa eine direkte Förderung. Bundeswirtschafts- und Energieministerin Brigitte Zypries stellt eine Mieterstromverordnung noch in dieser Legislaturperiode in Aussicht.

Noch vor der Bundestagswahl sollen die Regelungen für den Mieterstrom festgezurrt werden. Derzeit wird von der Politik eine direkte Förderung favorisiert. Bild: Fotolia

Ob ein Mieterstrommodell wirtschaftlich betrieben werden kann, hängt im Wesentlichen von der eingesetzten Technik ab. Die Kosten für Photovoltaikanlagen sinken, gleichzeitig steigen Leistung und Zuverlässigkeit.

Besonderes Augenmerk gilt der Anlagengröße. Wieviel des erzeugten Stroms wird vor Ort verbraucht? Ist die PV-Anlage zu groß ausgelegt, muss viel Strom ins Netz eingespeist werden. Ist die Anlage zu klein bemessen, müssen größere Strommengen zugekauft werden.

Beides ist aus ökonomischer Sicht wenig sinnvoll. Ideal ist ein hoher Vor-Ort-Verbrauch des Stroms bei einem gleichzeitig hohen Autarkiegrad. Bei der Kombination von Kraft-Wärme-Kopplung mit Photovoltaik muss es zusätzlich eine entsprechende Nachfrage nach Wärme geben.

Ein Blockheizkraftwerk erfüllt die Anforderungen des EWärmeG und kann meist ohne bauliche Veränderungen installiert werden. BHKWs arbeiten zuverlässig und wirtschaftlich.

Mieterstrom ist gewerbliche Stromlieferung

Wer Letztverbraucher mit Mieterstrom versorgt, wird zum gewerblichen Energieversorgungsunternehmen. Damit unterliegt der Anbieter diversen energierechtlichen Pflichten. Auch muss der Stromliefervertrag und die Abrechnung bei privaten Haushaltskunden bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Da die Anbieter von Mieterstrom im Strombereich ohnehin gewerbliche Versorger sind, kann es sich gegebenenfalls lohnen, im Rahmen eines ganzheitlichen Gebäudekonzepts auch Wärmelieferungen gewerblich anzubieten.

Das Mieterstrommodell unterliegt damit zahlreichen Regelungen, weshalb sich die Einbindung eines erfahrenen Dienstleisters anbietet. Doch nicht nur die Betriebsführung hat ihre Tücken, bereits die Planung großes Know-how, ebenso die Installation der Anlagen. Ist zusätzlich ein Blockheizkraftwerk vorgesehen, sind darüber hinaus die Anforderungen des Wärmegesetzes zu erfüllen.

Hier muss der Fachmann ran

Energieversorger wie etwa Energiedienst empfehlen sich als Ansprechpartner. Die Fachleute haben jahrzehntelange Erfahrung in der Energiewirtschaft und sind mit den Technologien und Gesetzen vertraut. Sie übernehmen die Planung und Bauleitung sowie die technische, kaufmännische und energiewirtschaftliche Betriebsführung mit Garantieleistungen. Energiedienst kann dabei verschiedene Rollen übernehmen: Betreiber, Investor oder beides.

Ansprechpartner ist Klaus Nerz, Telefon: 07623 92-3383, E-Mail: klaus.nerz@energiedienst.de.

Montage einer neuen Indach-Solaranlage. Seit Ende Oktober 2016 ersetzt sie auf einem Haus in Zell das bisherige Ziegeldach und liefert Strom, der vorrangig im Gebäude genutzt wird. Die PV-Module bilden die Dacheindeckung und produzieren gleichzeitig 50.000 Kilowattstunden Strom für rund 20 Haushalte.

Aufwändig gestaltet sich beim Mieterstrommodell in der Regel das Messkonzept. Es müssen nicht nur die Stromverbräuche der einzelnen Kunden sondern auch der ins Netz geleitete Überschussstrom erfasst werden.

Und selbstverständlich muss es für einen Mieter auch weiterhin möglich sein, den Strom bei einem externen Lieferanten zu beziehen. Ein Summenzählermodell erfüllt diese Anforderungen.

Beispiel für das Messkonzept einer Wohnungseigentümergenossenschaft in Freiburg mit einem Anschlusspunkt an das Verteilnetz, einer Summenmessung mit einem Zweirichtungszähler, Stromvertrag mit jedem Bewohner, separate Messung pro Wohnung und einer jährlichen Abrechnung pro Wohnung.

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