Wenn Mitarbeiter zum Inventar werden

Seit dem Abschluss meines Bachelorstudiums bei Energiedienst, vor fast genau zwei Jahren, arbeite ich im Bereich Kundenservice. Die Arbeit direkt am Kunden ist sehr abwechslungsreich und so ist kein Tag wie der andere.

Seit dem Umzug in das neue Bürogebäude sitze ich gegenüber von Edith Bubbico und letztes Jahr habe ich Ihr 45-jähriges Dienstjubiläum miterleben dürfen. Als ich Edith besser kennen lernte, wusste ich, wenn jemand das Unternehmen mit all seinen Facetten kennt, dann Sie.

Vor unserem Gespräch für diesen Blogeintrag habe ich mir lange Gedanken gemacht – was fragt man eine Mitarbeiterin, die zwei Drittel ihres Lebens in einem Unternehmen verbracht hat? Edith erzählt immer wieder mal von früher, aber jetzt konnte ich ein wenig genauer nachfragen.

Sarah Born und Edith Bubbico

Sarah und Edith im Gespräch vor dem Bürohaus in Rheinfelden.

 1967 – „Start des Farbfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland. Willy Brandt schaltet in einer Feierstunde das Programm um.“

Edith begann in diesem Jahr ihre Lehre als Industriekaufmann bei den damaligen Kraftübertragungswerken Rheinfelden AG (KWR). Industriekaufmann? „Ja das ist richtig, erst seit 1978 gab es die Berufsbezeichnung Industriekaufmann/-frau „ erklärte Edith mir. 43 Jahre ist es nun her das Edith mit 17 Ihre Lehre abschloss, auf welche sie sehr stolz war.

Sieben Chefs in 46 Jahren – eine Abteilung im Wandel der Zeit

Nach der Ausbildung begann Edith in der sogenannten „Stromverrechnung“ an zu arbeiten. Von der Pflege der Kundenstammdaten, über die Abrechnung bis hin zur Überwachung des Zahlungsverkehrs umfasste die Arbeit jegliche Kundenkontaktpunkte.
Vier Mitarbeiter teilten sich zu der Zeit ein Büro und auch ein Telefon. Schon nach kurzer Zeit konnte man feststellen, dass dies auf Dauer nicht reichen würde. Edith lacht: „Es gab dann zwei Telefone pro Büro.“ Erst Mitte der 90er Jahre kamen dann die ersten Computer – welche nach und nach die Mikrofiche-Lesegeräte ablösten.

Edith Bubbico 25-Jähriges Jubiläum

Edith Bubbico beim 25-jährigen Jubiläum.

1975 – „In der BRD wird das Volljährigkeitsalter von 21 auf 18 Jahre gesenkt. Die Jahrgänge 1954-1956 werden auf einen Schlag volljährig.“

Nicht nur die technischen Fortschritte und organisatorischen Veränderungen im Unternehmen, vor allem auch laufende gesetzliche Änderungen im und um den Strommarkt veränderte die tägliche Arbeit.
1996 läutete die Europäische Gemeinschaft die Liberalisierung der europäischen Strommärkte ein. Kunden können seither Ihren Energieversorger frei wählen.

Im Jahr 2005 stand mit der Entflechtung von Netzbetrieb und Vertrieb bei Strom- und Gasversorgern die nächst große Herausforderung an. Edith erinnert sich „Mit der Liberalisierung kamen viele neue Aufgaben- doch das Kerngeschäft ist das Gleiche geblieben. Der Kundenservice steht immer im Mittelpunkt.“

2013 – „In nur 60 Sekunden werden auf Facebook 2.460.000 Beiträge veröffentlicht. Dazu kommen 1,8 Mio. Gefällt-mir Klicks. Auf iTunes werden 15.000 Songs heruntergeladen.“

Auch heute macht Edith die Arbeit mit Ihren 70 Kolleginnen und Kollegen sehr viel Spaß. Neben der Bearbeitung von Serviceaufträgen, Pflege von Kundendaten, Outputmanagement und der Archivierung leistet Edith viele unterschiedliche Supportleistungen im Bereich Vertragsmanagement.

Sie geht gerne zur Arbeit und es gibt nichts Schlimmeres für Sie als dieser nicht nachkommen zu können. Insbesondere zum Jahreswechsel, wenn viele Umzüge, Rechnungen und Ablesungen bearbeitet werden müssen, ist die Belastung manchmal schon sehr groß. Aber gerade dann kann Edith echt etwas „wegschaffen“.

Engagement von und für Energiedienst

Neben ihrer täglichen Arbeit engagierte sich Edith auch lange Zeit darüber hinaus. 16 Jahre lang war sie im Betriebsrat tätig und setzte sich auch für die Interessen der Schwerbehinderten ein.

Als Mutter von mittlerweile erwachsenen Zwillingssöhnen beobachtet Edith die aktuelle familienbewusste Personalpolitik bei Energiedienst aufmerksam. Obwohl diese zwar damals noch nicht in der Form ausgeprägt war, wie heute, war schon damals eine Kombination aus Beruf und Familie möglich – wenn auch nicht immer ganz einfach.

Bis auf die kurze Auszeit von vier Monaten, nach der Geburt Ihrer Söhne, war Edith nie länger abwesend. Auf die Frage wie es dazu kam das Unternehmen in den ganzen Jahren nicht zu wechseln erwiderte Edith ohne lange nachzudenken „Die Kraftwerkerfamilie verlässt man nicht.“

Seit 16.790 Tagen fit bei Energiedienst

Und wie bleibt man so fit? Edith schmunzelt „Nachdem meine Söhne jetzt groß sind, halten mich meine zwei Enkelkinder ganz schön auf Trab. Mit zwei und sieben Jahren stecken sie voller Energie und mir wird mit ihnen nie langweilig.“

Neben ihrer Familie spielt der Sport eine wichtige Rolle in Ediths Leben. Ob Fitness, Step Aerobic oder Schwimmen – mit Ihren 60 Jahren macht Edith alles mit und probiert auch immer wieder Neues. Der Ausgleich zur Arbeit ist sehr wichtig, die Zeit für sich genießt sie sehr.

Für mich ist klar geworden erst die altersübergreifende Struktur in einem Team macht das Miteinanders so spannend und vielfältig, denn „Die Jüngeren rennen zwar schneller, aber die Älteren kennen die Abkürzung.“

Für die Zukunft wünscht sich Edith Gesundheit und das Erreichen von 50 Jahren Betriebszugehörigkeit – dafür wünsche ich ihr von Herzen viel Glück! Auch meine Gedanken schweifen in die Zukunft ab- wie sieht die Welt wohl für mich 2048 aus und welche Schlagzeilen wird man dann lesen können?

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