Der Duft haut mich fast um. Lavendel, Kamille, aber auch Schachtelhalm und Salbei drängen uns ihr Aroma förmlich auf. Mittendrin: die 20 Gewinnerinnen des ersten NaturKunde-Workshops. Sie binden im Gewächshaus der Duft- und Kräutergärtnerei Syringa Kräuterkränze. Alles hört in Hilzingen auf die sympathische Kursleiterin Birgit Gabele.

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Einfach dufte: Kränze aus Kräutern.

Kräuterberge türmen sich auf

„Ich habe noch nie etwas gewonnen“, erzählt mir eine Dame mit kurzen brauen Haaren. Einen halben Meter hoch türmen sich vor ihr Schachtelhalm und Lavendel auf. Für Kamille und Salbei muss sie sich etwas strecken. Macht nichts. Flink bindet sie kleine Sträußchen aus nur drei oder vier Zweigen. Nicht einmal einen Finger lang. Zwei- oder drei Umdrehungen Blumendraht herumwickeln. Das nächste, bitte. So hat‘ s Fachfrau Gabele von Syringa vorher gezeigt. Später kommt alles um den Rohling des Kranzes aus Stroh. „Haben Sie das schon mal gemacht“, frage ich eine andere. Sie schüttelt den Kopf, „ist aber ganz einfach“.

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Mit Geduld und Geschickt geht’s ans Werk.

Plausch mit „Frau NaturKunde“

„Und Sie sind also die Frau NaturKunde?“, fragt sie zurück. So hat mich ja noch nie jemand genannt. Ich muss schmunzeln. Ja, wenn man so will, bin ich das wohl. Natürlich mache ich das Heft nicht allein; Kollegen anderer Bereiche und solche der schreibenden Zunft und Fotografen machen mit mir die NaturKunde erst zu dem, was es ist. Rund 270.000 Briefkästen füttern wir viermal im Jahr mit den bunten Themenmix aus der Region und der Natur. Dazu Tipps und Infos rund um Energie und wichtige Servicenummern. Zu gewinnen gibt’s auch meistens etwas.

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Birgit Gabele hilft geduldig.

Der Schrei nach Wiederholung

„Tolle Idee mit dem Workshop. Was gibt es denn beim nächsten Mal zu gewinnen?“ Ich schaue wohl einen Moment lang zu nachdenklich. „Es gibt doch wieder einen Workshop?“ Klingt irgendwie gar nicht wie eine Frage. Die anderen starren mich an. Stille. „Gefällt es Ihnen denn?“. Fast gleichzeitig nicken die 20 Köpfe hinter ihren Kräuterbergen. „Und wie“ und „Hätte ich nie gedacht“, schwärmen die Gewinnerinnen los. Kursleiterin Birgit Gabele in ihrem lilafarbenen T-Shirt lauscht aufmerksam. Das Lob gehört selbstverständlich ihr, denn beim Kräuterschneiden, sortieren, binden und drapieren ist sie immer da, wo ihre Geduld und ihr Können gefragt sind.

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Schneiden, Wickeln, Binden.

Wie im Garten bei Freunden

Geschirr klappert: Während die einen fleißig Kräuter zupfen und wieder neu zusammenfügen, deckt das Gärtnerei-Team im anderen Teil des offenen Gewächshauses stilecht die lange Kaffeetafel. Blümchendekor und Servietten im Lavendeldesign. Eine große Kanne mit dem Tee der Zitronenverbene. Ein Kaffeevollautomat auf einem kleinen Tisch in der Ecke. Die Atmosphäre so heimelig wie im Garten von guten Freunden.

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Selbstgebackener Lavendelkuchen stärkt die Gäste.

Lavendelkuchen und Verbene-Tee

Eine Bachstelze schnappt sich einige Insekten unterm Gewächshausdach. Die Kräuter-Damen greifen lieber zur Spezialität des Hauses: Lavendel-Kuchen. In seiner Nähe zieht sein süßlich-aromatischer Duft in meine Nase.

Der zwischen Dekoschleifen und den Kräuterbergen servierte Kuchen schwindet Stück um Stück. Keine der Kursteilnehmerinnen weicht von ihrem Platz. Noch schnell von dem zitronigen Verbene-Tee probiert – köstlich.

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„Hätte nie gedacht, dass das so viel Spaß macht“.

Ein Nein zählt nicht!

Nach zwei Stunden ist alles vorbei. Wunderschöne Kräuterkränze scheinen wie von Meisterhand gebunden. Manche Gewinnerinnen haben sogar zwei geschafft, die elfjährige Franziska sogar drei. Zusammen mit einer Geschenktüte mit einem Tütchen Blumensamen, zwei „LandLust“ –Ausgaben und den duftenden Ergebnissen ihrer Arbeit gibt die schwere Kräuteraroma-Wolke im Gewächshaus sie alle wieder frei. Sie wollen mir ein Versprechen abringen. „Es gibt doch wieder mal so einen Workshop, Frau NaturKunde?“. Ich muss lachen. Wer kann da schon nein sagen?

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Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

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