Die Aufgabe war klar: Erkläre der interessierten und betroffenen Öffentlichkeit, was eine Power-to-Gas-Anlage ist und warum wir sie bauen möchten. Eine was? Genau, das muss man erklären.

Aber der Reihe nach: Unsere Power-to-Gas-Anlage geplant auf dem Geländes des Wasserkraftwerk Wyhlens erzeugt aus Ökostrom mittels Elektrolyse Wasserstoff. Und der Wasserstoff soll vor allem als Kraftstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge genutzt werden.

Klar, jetzt kann man die üblichen (langen) Texte schreiben, die die Anlage genau erklären. Die Gefahr: bei der heutigen Informationsflut geht so ein klassischer Text schnell mal unter oder wird wegen der Länge beim Nichtfachpublikum gleich wieder weggeklickt. Wie bringen wir also diese Infos kurz, knapp und knackig auf den Punkt?

Unsere Lösung: ein Erklärvideo. Also eines dieser kurzen animierten Filmchen, die auf charmante Art und Weise ein komplexes Thema leicht verdaulich übersetzen.

Gute Idee und dann ging die Arbeit los.

Schritt 1: Agentur-Briefing

Natürlich mussten wir festlegen, wen wir erreichen wollen. Schließlich ist es ein Unterschied, ob das Video für Fachleute gedacht ist oder für die breite Öffentlichkeit. Für uns war klar: Vor allem die Einwohner von Grenzach-Wyhlen sollen wissen, was wir grundsätzlich vorhaben, denn die sind betroffen.

Kernbotschaften definieren: Warum eine Wasserstoffanlage, wie funktioniert sie, was machen wir mit dem Wasserstoff, wie funktioniert eine Brennstoffzelle und Transparenz ist uns wichtig. Okay, sicherlich gibt es noch viele weitere Dinge, die wir hätten bringen können, aber so ein Erklärvideo darf nicht zu lang sein. Wir hatten uns rund 90 Sekunden zum Ziel gesetzt und da ist der Inhalt begrenzt.

Letzter Punkt beim Briefing, der uns wichtig war: Seriosität. Da muss man bei einem Erklärvideo schon aufpassen. So ein Video a la „Das ist Klaus, Klaus will die Umwelt retten…“ kann bei der Erklärung von Effizienzklassen eines Kühlschranks gut funktionieren, aber bei Themen, die mit Vorbehalten belegt sind, schnell nach hinten losgehen.

Schritt 2: Das Texten

Nachdem die Kernbotschaften mit der Agentur geklärt waren, ging es an das Verfassen der Sprechertexte. Denn als erstes die Texte und dann die Animation. Kurze Sätze und klare Aussagen wollten gefunden werden.

Auch wenn mir immer klar war, dass 90 Sekunden nicht lang sind, hat mich dann doch überrascht, dass so wenige Sätze in die Zeitspanne passen. Der Textvorschlag der Agentur kommt, wird leicht überarbeitet und freigegeben.

Schritt 3: Das Storyboard

In welcher Grafik-Variante wird der Text umgesetzt? Wie viele Szenen braucht es dazu und passen die Grafikvorschläge der Agentur zu unseren Ideen?

Hier ging der Ball (oder vielmehr das Storyboard) dann doch relativ häufig zwischen der Agentur und uns hin und her. Mal waren die Volt-Angaben bei der Elektrolysezelle zu niedrig, mal konnte man nicht erkennen, dass es sich um das Wasserkraftwerk Wyhlen handelt, mal fiel uns auf, dass noch fehlte, wie schnell man ein Brennstoffzellenfahrzeug auftanken kann.

Der Abgleich zwischen Grafik und Text war also nicht ganz ohne.

Storyboard

Das Storyboard.

Schritt 4: Auswahl der Sprecherin oder des Sprechers

Die Stimme hat natürlich bei einem Erklärvideo eine besondere Bedeutung. Sie entscheidet, wie das Video rüber kommt.

Intonation und Aussprache können dazu führen, dass die Seriosität komplett flöten gehen, das Video trotz guter Texte und ansprechender Grafik langweilig wird oder genau die nötige Aufmerksamkeit erhält.

Die Agentur bot acht Sprecherinnen und Sprecher an, die wir Probe hörten. Entschieden haben wir uns für den „seriösen David“.

Schritt 5: Zusammenführen der Komponenten

Das war spannend. Wie wirkt unser Erklärvideo, wenn die Grafiken in eine Animation umgesetzt sind und mit den gesprochenen Texten zusammenkommen?

Die Antwort: Cool. Schon die erste Version kam relativ nah an das ran, was wir uns vorgestellt hatten.

Aber es war noch einmal Feintuning angesagt. Der erste Satz passte nicht richtig und ein kleiner Versprecher war auch drin. Das war schnell behoben.

Und wir waren mit unserem Werk zufrieden. Nun steht das Erklärvideo auf unserer Website und auf unserem auf Youtube-Kanal. Über Facebook und über Twitter haben wir es natürlich auch bekannt gemacht.

Was denkt Ihr?

 

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