Okay, wir haben schon eine Menge prominenten Besuch in unserem Wasserkraftwerk in Rheinfelden gehabt (darunter auch die Bundeskanzlerin vor drei Jahren), aber Minister aus Berlin sind doch immer wieder etwas Besonderes. Sozusagen das Salz in der Suppe des Eventmanagements.

Wenn sich dann noch der Bundesumweltminister Peter Altmaier ankündigt, dann steht gewichtiger Besuch vor der Tür.

Die Organisation des Events will sorgfältig geplant sein. Zum Glück verfügt das Team über viel Erfahrung und die notwendige Spontanität, so dass ich mir ehrlich gesagt, wenig Sorgen machte, als sich der 23. August als Besuchstermin stabilisierte. Zudem hatten wir mit rund drei Wochen Vorlauf ausreichend Zeit, uns und vor allem das Kraftwerk vorzubereiten.

Als seinerzeit die Kanzlerin kam, standen von der ersten Info bis zum Besuchstag für die kompletten Vorbereitungen einschließlich Aufbau der notwendigen Infrastruktur (das Kraftwerk war noch eine Baustelle) genau eineinhalb Wochen zur Verfügung. Das war so richtig sportlich.

Was mag Minister Altmaier? Was mag er nicht?

Mit den Erfahrungen aus dem Kanzlerinnenbesuch warteten wir auf die Vorgaben aus Berlin. Sicherheitskonzept, Programmabsprachen, Gästeliste, Pressearbeit, was mag der Minister, was mag er nicht, wie erfolgt die Anreise, welchen Weg nehmen die Gäste im Wasserkraftwerk, was wollen sie sehen, was wollen wir zeigen, gibt es vorab einen Besichtigungstermin mit dem Ministerium und und und. Diese Punkte gilt es im Vorfeld in Einklang zu bringen. Wir waren gespannt.

Doch der Besuch von Peter Altmaier zeichnete sich durch deutlich weniger Vorgaben aus, als der der Kanzlerin. So konnten wir die Sicherheitsaspekte der zuständigen Behörden sowie die kommunikativen Wünsche der Pressestelle relativ schnell abarbeiten.

Der Vororttermin im Wasserkraftwerk fand mit dem Wahlkreisbüro des örtlichen Abgeordneten statt. Er kümmerte sich im Auftrag des Umweltministeriums um den Termin, schließlich hatte er im Vorfeld auch den Besuch eingefädelt. Das Treffen war dann auch deutlich entspannter als seinerzeit der Termin mit dem Bundeskanzleramt, dem Bundespresseamt und dem Bundeskriminalamt…

Das Maschinenhaus liegt in der Schweiz

Das Wasserkraftwerkt Rheinfelden zeichnet sich vor allem durch zwei Dinge aus: Die Produktion von Ökostrom im Einklang mit der Natur und eine gelungene deutsch-Schweizer Kooperation. Momentmal. Da war was. Stimmt, das Maschinenhaus des Kraftwerks liegt auf der Schweizer Seite des Rheins… und wenn der deutsche Umweltminister das Maschinenhaus besucht, dann – genau – ist es ein Staatsbesuch.

Wie gut, das wir das rechtzeitig im Blick hatten. Denn bei einem deutschen Minister muss ein Schweizer Pendant her, der ihn als Gastgeber in Empfang nehmen und begrüßen kann.

Das Schweizer Pendant zum Minister

Da war sie also die Herausforderung. Denn es blieb zu klären, wer sich um den Schweizer Repräsentanten kümmert. Energiedienst als Gastgeber oder das Ministerium auf diplomatischem Weg?

Nachdem geklärt war, dass dies über das Wahlkreisbüro erfolgen sollte, stellte sich die erste Hürde auf. Wir wissen zwar, wer anzusprechen ist, aber die Bundesrätin und Schweizer Energieministerin Doris Leuthard ist in den Ferien. Was Mitte August nicht wirklich verwundert.

Mehrere Tage ziehen ins Land, bis wir bestätigt bekommen, dass ihr Terminkalender am 23. August es leider nicht zulässt, zu uns zu kommen. Was nun? Andere mögliche Repräsentanten aus dem Kanton Aargau sind leider urlaubsbedingt auch verhindert.

Hier halfen unsere guten schweizerischen Kontakte ins Bundesamt für Energie. Denn nach einem Anruf unseres CEOs Martin Steiger, sagt nach kurzer Rücksprache mit dem Schweizerischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, der Direktor Walter Steinmann zu. Der eidgenössische Part bei der Veranstaltung steht, wenn auch erst drei Tage vor dem Ministerbesuch.

Rüeblitorte als Gastgeschenk

Zeit sich, um das Gastgeschenk zu kümmern. Eigentlich wollten wir darauf verzichten. Doch nachdem wir über unseren Konzern, bei dem der Umweltminister ein paar Tage vorher war, erfahren haben, dass der Minister auf Kuchen steht, haben wir doch noch schnell einen Rüeblitorte besorgt, schließlich ist der Kanton Aargau, in dem das Wasserkraftwerk steht, der Rüebli-Kanton.

Gut vorbereitet, aber dennoch leicht nervös, starteten wir in den eigentlichen Besuch. Und natürlich war es wie immer, wenn man Besuch von wichtigen Leuten bekommt. Bis zur letzten Minute wird an den Details am Programm gefeilt, wer darf mit auf die Führung, was ist, wenn der Fahrstuhl nicht da ist, hoffentlich regnet es nicht, welche Stehtische kommen auf den Balkon und welche in den Gastraum, wer von den Gästen, die zugesagt haben, sind nun doch nicht gekommen und müssen wir sie von irgendeiner Liste streichen…

Salz gehört in jede Suppe

Und plötzlich ist er da, der Bundesumweltminister. „Hallo und herzlich willkommen“, Begrüßung und ab ins Infocenter, dann Mikrofon und Kopfhörer um, rein in die Leitwarte, weiter ins Maschinenhaus, Blitzlichtgewitter der Medien, Fahrstuhl zurück ins Infocenter, offizielle Begrüßung durch unseren CEO Martin Steiger, den EnBW-Vorstand Hans-Josef Zimmer und den BFE-Direktor Walter Steinmann, Rede zur Energiewende vom Minister Altmaier, Übergabe der Rüeblitorten, „Auf Wiedersehen und gute Weiterfahrt“.

Und so schnell sind zwei Stunden um. Erleichterung.

Fazit: Wochenlang haben wir uns intensiv auf so ein Event vorbereitet und dann ist es gefühlt in zwei Minuten vorbei. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht, denn es hat alles geklappt und Salz gehört nun mal in jede Suppe, sonst wird es fad.

 

Infocenter Wasserkraftwerk Rheinfelden

Ruhe vor dem Sturm: Die Gäste können kommen.

 

 

Peter Altmaier bei der Begrüßung vor dem Infocenter Rheinfelden

Endlich ist Peter Altmaier da: Ankommen, Aussteigen, Jacke richten.

 

Leitwarte Wasserkraftwerk Rheinfelden

Kurzer Einblick: In der Leitwarte gab es den 10-Minuten-Schnelldurchlauf.

 

Peter Altmaier und Martin Steiger bei der Übergabe der Rüeblitorte

Rüeblitorte zum Abschied: CEO Martin Steiger überreicht die Aargauer Spezialität.

 

 

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