Man nehme: Ein großes Schlauchboot (auch Raft), einen perfekten Sommerabend, zwei bis acht gutgelaunte Passagiere und einen „Kapitän“. Die Passagiere und mit Claudia von RaffTaff einen geschulten Guide (gleich Kapitän) hinzufügen. Würzen mit ersten Kommandos, und fertig ist der Start zu einer Abendtour auf dem Rhein.

In der August-Ausgabe 2015 des Kundenmagazins NaturKunde gibt es einen Rabatt-Coupon für die Fahrt zur blauen Stunde. Ich hab‘s mit meiner Familie für euch getestet.

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Alle Mann an Bord: Unterhalb des Wasserkraftwerks Rheinfelden befindet sich der Einstieg.

Selbstversuch mit Kind und Kegel

Der Rhein zeigt sich zahm am Wasserkraftwerk Rheinfelden: Nach vielen heißen Sommertagen fließt er langsam und ruhig Richtung Altstadt, als wir ankommen. An der Anlegestelle unterhalb des Wasserkraftwerks verteilt Claudia geduldig Schwimmwesten.

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Ohne Schwimmweste kommt niemand an Bord.

Klar: Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt es einen, der die Sache regelt. Claudia von RaffTaff. Sie erklärt: Wer muss wann sein Paddel ins Wasser tauchen und kräftig rudern. Immerhin ist Claudia ausgebildeter Guide und lässt es sich regelmäßig mit Rafting-Gästen bis zur Anlegestelle am Hertener Loch in Rheinfelden treiben.

Heute mit uns: Meinem Mann, meinem elfjährigen Sohn Jonathan und seiner Schulfreundin Chantal.

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Alles hört auf ihr Kommando: Claudia zeigt, wie es geht.

Links, rechts und den Fuß in der Schlaufe

Klingt gemütlich? Kann es sein. Aber Claudia kennt auch das Rezept für „mehr Pfeffer“ während der Fahrt. „Jetzt links“, gibt sie Kommando. „Jetzt links und rechts“. Alle rudern. Schnaufen. Und legen sich auf dem dicken Rand sitzend ins Zeug, den einen Fuß immer in der Schlaufe am Boden. So bleiben alle an Bord.

Vom Schweizer ging es ans deutsche Ufer – direkt zum Ausgang des Umgehungsgewässers des Wasserkraftwerks. Mit ein paar kräftigen Zügen rudern wir ein paar Meter flussaufwärts, um auf einer Welle wieder hinab zu schaukeln.

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Chantal chillt: Der Rhein ist ruhig und ein Päuschen in der Abendsonne herrlich.

Chillen an Bord

Je nachdem, wie viel Wasser der Rhein gerade führt, schaukelt’s mal mehr, mal weniger. „Im Mai konnten wir viele Woche nicht fahren; das Hochwasser war so extrem“, erklärt Claudia. Die Guides wissen sehr wohl, wann sie mit dem Raft besser am Ufer bleiben. An Tagen wie unserem allerdings, da scheint auch das Boot auszuruhen. Macht gar nichts. Finden alle außer den beiden Teenies an Bord.

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Die Rheinfelder Altstadt aus einer ganz neuen Perspektive.

Schöne Plätze und tolle Geschichte(n)

Es geht vorbei an der Rheinfelder Altstadt, zum St. Anna Loch. Eine der tiefsten Stellen im Rhein sieht heute ganz harmlos aus. So wie der Messerturm, der sich wie die Klinge eines Messers zum Fluss stellt.

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Der Messerturm steht wie die Klinge eines Messers zum Fluss.

Claudia kennt schöne Plätze, hält mit uns an einem kleinen Wasserfall, an dem wir kurz aussteigen. Sie zeigt uns auch die idyllischen Fischerhäuschen und erzählt viele kleine Gute-Abend-Geschichten. Wir steigen an einer seichten Stelle aus, winken den Ruderern und bestaunen sogar einen Zeppelin, der über uns hinweg fährt.

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Aussteigen an versteckten Plätzen ist erlaubt.

Das Beste zum Schluss

Kurz vor der Freizeitanlage Hertener Loch, unserem Zielpunkt mit einer Grillstelle, hält es die beiden Youngster im Boot nicht mehr. Claudia nickt, als sie fragen. Dann springen sie ins über 20 Grad warme Wasser. „Hier ist der Rhein ganz ruhig und man kann sich zur Ausstiegsstelle treiben lassen“, beruhigt die Fachfrau mich.

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Sprung in kühle Nass: Die letzten Meter zum Ziel dürfen die Youngster schwimmen.

Keine zwei Stunden dauert die gemächliche Tour, bei der große und kleine Gäste der Abendsonne entgegen schaukelt. Ein toller Ferienspaß – auch mit kleineren Kindern!

…und ein paar Tipps

Ein paar Tipps noch: Am Kraftwerk auf der deutschen Seite parken und hier schon Ausschau nach den RaffTaff-Guides halten. Der Spaziergang übers Stauwehr in der Abendsonne stimmt herrlich auf den Feierabend ein. Gleich an der ersten „Einstiegsstelle“ am Rhein auf Schweizer Seite warten, bis die Gruppe sich versammelt. Es gibt dort kein Hinweisschuld.

Wer unterwegs ein kühles Getränk genießen möchte, sollte es selbst ins Gepäck nehmen. Auch Wechselkleider gehören dazu, Sonnenschutz und die Badehose.

Wer vorher mit dem RAffTaff-Büro telefoniert, kann eventuell die Rückfahrt vom Hertener Loch vereinbaren, andernfalls muss ein zweites Auto dort für die Rückfahrt geparkt werden.

In jedem Fall: ein wunderbares Feierabend-Menü aus Natur, Abendsonne und dem Rhein.

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