Die EU will es bis 2050 werden. Die Bundesverwaltung bis 2030. Und wir bei Energiedienst? Wir sind schon heute klimaneutral. Was bedeutet das für uns und unsere Kunden?

 

Aufs Gleichgewicht kommt’s an

Wer den Begriff Klimaneutralität bei Google eingibt, erhält 3.990.000 Ergebnisse. Viele davon befassen sich mit der Frage, was Klimaneutralität ausmacht. Die Antwort: Als klimaneutral werden Prozesse bezeichnet, bei denen keine klimaschädlichen Gase entweichen oder bei denen bereits ausgestoßene Gase an anderer Stelle kompensiert werden. Es geht also darum, ein Gleichgewicht zwischen Kohlenstoffemissionen und der Aufnahme von Kohlenstoff aus der Atmosphäre herzustellen. Nur dann – so die Meinung der allermeisten Forschenden – besteht eine Chance, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Dies ist der im Pariser Klimaabkommen definierte Schwellenwert und bedeutet, dass die Treibhausgasemissionen bis 2050 nahezu bei null sind.

 

Klimaneutrales Wasserkraftwerk Rheinfelden

Ganz unscheinbar fügt sich das Wasserkraftwerk Rheinfelden in die Landschaft. Die im Inneren verborgenen Turbinen haben eine Leistung von jeweils 25 Megawatt.

 

Klimaneutralität ein logischer Schritt

Klimaneutralität ist bislang kein offizielles Gesetz – für uns von Energiedienst ist sie die logische Konsequenz jahrzehntelanger Anstrengungen für mehr Umwelt- und Klimaschutz. Als Öko-Pionier aus dem Süden setzen wir seit langem alles daran, unsere CO2-Emissionen konsequent zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Seit über 100 Jahren erzeugen wir Ökostrom mit eigenen Wasserkraftwerken am Hochrhein und in der Schweiz. Mit der Marke NaturEnergie waren wir einer der ersten Anbieter, der deutschlandweit Ökostrom verkaufte: Schon seit 1999 erhalten alle Privatkunden ausschließlich Ökostrom.

 

Skribbel einer Lebenswerten Gesellschaft durch Klimaneutralität in einem Buch. Um das Buch herum: E-Auto, Ladestation, PV, Stecker, Glühbirne, Heizung und Smiley

Energiedienst versucht die Umweltbilanz aller Unternehmensbereiche stetig zu verbessern. Ziel ist es, einen Beitrag für eine lebenswerte Gesellschaft zu liefern.

 

CO2-Fußabdruck weiter reduzieren

Mit Bekanntgabe der Unternehmensstrategie im Januar 2020 legt die Geschäftsleitung die weiteren Schritte fest: So entschied Energiedienst, bis 2025 seinen Stromhandel mit Graustrom vollständig einzustellen und möglichst viele Geschäftskunden zum Umstieg auf Ökostrom zu überzeugen. Außerdem gleichen wir ab 2020 auch die sogenannten Netzverluste durch Ökostrom aus. Mit Netzverlusten ist der Strom gemeint, der beim Transport durch die Netze verloren geht und deshalb ersetzt werden muss. Ein dritter wesentlicher Aspekt bei der Reduzierung unseres CO2-Fußabdruckes ist der Fuhrpark: Seit 2014 schafften wir rund 130 Elektrofahrzeuge an. Dabei geht die Elektrifizierung unseres Fuhrparks mit einem Downsizing der Fahrzeuge einher. Beides werden wir konsequent weiterführen. Alleine in diesem Jahr wollen wir weitere 20 E-Fahrzeuge anschaffen.
Alle Unternehmensbereiche sind aufgefordert, weitere spürbare Maßnahmen zu ergreifen, um ihren Beitrag zu weniger CO2-Emissionen zu leisten.

 

CO2 Schriftzug. Das O wird durch einen Erdball dargestellt.

Klima ist global. Wichtig ist, dass CO2-Emissionen vermieden werden. Wo dies geschieht ist zweitrangig.

 

Klima kennt keine Grenzen

Und wenn es doch mal nicht anders geht? Unvermeidbare Emissionen gleichen wir über Kompensationsprojekte aus. Die Idee dahinter: Das Klima ist global, daher spielt es keine Rolle, wo schädliche Gase freigesetzt beziehungsweise reduziert werden. Ausschließlich die Menge ist entscheidend. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, unvermeidbare Treibhausgasemissionen durch Klimaschutzmaßnahmen an einem anderen Ort zu neutralisieren.
Wir von Energiedienst fördern im Zuge dieser Kompensationsprojekte momentan ein Windkraftprojekt in der Türkei. Dieses Projekt ist nach dem Goldstandard zertifiziert. Es umfasst den Neubau von 20 Windturbinen mit einer Leistung von jeweils 2,5 Megawatt. Damit erreicht der Windpark eine Reduktion von 100.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

 

Geöffnetes Buch. In dem Buch steht "Vermeiden statt Kompensieren". Eine Hand zieht einen Schieberegler von "on" auf "off"

Nicht alle Emissionen können vermieden werden. In diesen Fällen kompensiert Energiedienst den CO2-Austoß.

Vermeiden vor Kompensieren

Manche Kritiker von Kompensationsprojekten wenden ein, dass diese als eine Art „Ablasshandel“ verwendet würden, wenn Unternehmen nicht mehr weiterwüssten. Stimmt das? Sicherlich gilt für alle, die Klimaneutralität ernst nehmen, dass Vermeidung vor Kompensation gehen muss. So erhöhten wir beispielsweise durch Neubauten und energetische Sanierungen die Energieeffizienz unserer Gebäude spürbar. Alleine durch den Ersatz von Ölheizungen senkten wir dabei den CO2-Ausstoß von 2011 bis 2019 um mehr als 86 Prozent. Doch leider ist es auch für uns momentan nicht möglich, 100 Prozent aller CO2-Emissionen zu vermeiden. So gibt es beispielsweise noch Spezialfahrzeuge im Netzbereich, für die derzeit keine Alternativen ohne Verbrennungsmotor existieren. Des Weiteren investiert Energiedienst in Wärmeprojekte, um den CO2-Ausstoß bei den Kunden zu reduzieren. Hier werden einzelne, oft nicht effiziente Öl- und Gasheizungen durch hocheffiziente Anlagen mit Kraftwärmekopplung ersetzt. Zur Wärmeversorgung setzt Energiedienst auf die Nutzung industrieller Abwärme, effiziente Blockheizkraftwerke oder regionaler Biomasse (Holzhackschnitzel). Die Verwendung von Erdgas ist im Wärmesegment zumindest in den nächsten Jahren noch unersetzlich.

 

Photo eines Handys. Auf dem Bildschirm ein Rechner, der prüft ob man klimaneutral ist.

Mit der App „Ein guter Tag“ lässt sich der eigene Verbrauch einfach visualisieren und einordnen.

 

Wie klimafreundlich lebst Du?

Wenn Energiedienst klimaneutral ist, bedeutet das für unsere Kunden, dass auch sie der Klimaneutralität ein Stück näherkommen. Wie klimaneutral das eigene Handeln tatsächlich ist, lässt sich darüber hinaus mit der App „Ein guter Tag hat 100 Punkte“ testen. Wer hier einen Tag lang konsequent seine Aktivitäten einträgt, angefangen bei der Dusche am Morgen bis zu Netflix am Abend, merkt: 100 Punkte sind schnell erreicht. Klimaneutralität ist kein Selbstläufer. Doch der Stimmungswandel der vergangenen zwei Jahre zeigt, dass eine klimaneutrale Gesellschaft kein abstraktes Ziel ist. Immer mehr Menschen setzen einzelne Maßnahmen bereits um. Für jede und jeden Einzelnen gilt: Die wichtigsten Stellschrauben, an denen für einen geringeren CO2-Ausstoß gedreht werden kann, sind die Mobilität, die Ernährung und das Wohnen. Wer Bahn fährt und häufiger auf Fleisch verzichtet, spart bereits einiges an CO2. Und beim Bereich Wohnen helfen Maßnahmen der Energieeffizienz und klimaneutrale Wärmeangebote.

 

My-e-car klimaneutrales Elektroauto in der Natur.

Mit dem klimaneutralen E-CarSharing-Angebot my-e-car lässt sich die eigene Klimabilanz deutlich verbessern.

 

Tipps für die bessere Bilanz

Solltest Du den App-Test gemacht haben und dabei beim abendlichen Blick auf die Punkteskala etwas blass um die Nase geworden sein, haben wir hier noch ein paar weitere Tipps, um der erstrebenswerten 100-Punkte-Marke näherzukommen: Allen, die nicht aufs Auto verzichten können, empfehlen wir die Nutzung unseres E-CarSharing-Angebots, zum Beispiel von my-e-car. Hier fährst Du ausschließlich mit klimaneutralem Ökostrom vom Hochrhein. Und wie wäre es mit der Anbindung an ein Nahwärmenetz? Die Nutzung industrieller Abwärme, die Wärme aus Blockheizkraftwerken oder aus regionaler Biomasse haben eine ausgezeichnete Effizienz. Wichtig ist vor allem eins: nicht aufgeben! Selbst kleine Einsparungen helfen dem globalen Klima. Nimmst Du die Herausforderung an?

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