Über E-Autos wurde auf diesem Blog schon einiges berichtet, auch E-Bikes waren schon im Test. Wie alltagstauglich ist aber ein Segway? Ganz ehrlich: ich war äußerst skeptisch. Ich bewege mich immer noch am liebsten mit meiner eigenen Muskelkraft fort. Der Segway reizt mich trotzdem, denn beim Fahren bin ich immer noch an der frischen Luft und bei Kevin James als Kaufhauscop sieht das einfach lässig aus!

Erste „Schritte“ auf dem Segway

Aber der Reihe nach: Ein Segway kostet ca. 9.000 Euro, das ist mal ein Wort. Der von mir getestete Segway ist das Modell i2 und eher für die Stadt bzw. leichte Wege gemacht. Wer´s robuster mag und auch mal unwegsames Gelände unter die Räder nimmt, ist mit dem Modell X2 besser bedient. Mittlerweile hat Segway noch einige andere, auch günstigere Produkte im Angebot. Mein Segway i2 stammte von Luz Mobile aus Gundelfingen, einem Anbieter von Touren rund um Freiburg.

Ohne eine gründliche Einweisung lässt mich Gerhard Luz nicht auf die Menschheit los. Also erfahre ich allerhand technische Details, kleine Tipps/Tricks und drehe meine ersten zaghaften Runden auf dem Parkplatz in Gundelfingen. Mein erster Eindruck: das geht sehr schnell echt gut. Auch wenn ich immer wieder das Gefühl habe auf rohen Eiern zu tanzen. Das Fahren ist wirklich intuitiv und nach einer halben Stunde hatte ich den Dreh halbwegs raus. Dazu später mehr.

Der Segway fügt sich nahtlos in die Kulisse ein.

 

Der Segway hat ein Mofakennzeichen und darf auch nur mit einem entsprechenden Führerschein bewegt werden. Damit sind Radwege oder Seitenstreifen mein Revier, genauso wie Fußgängerzonen, alles natürlich mit der nötigen Vorsicht. Einen Helm habe ich freiwillig aufgesetzt, auch wenn er nicht vorgeschrieben ist. Alle wesentlichen Regeln können Sie hier nachlesen.

Fahrgefühl á la „Tanz auf rohen Eiern“ vs. „Geht das auch schneller?“

Normalerweise bewege ich mich in Rheinfelden ja mit dem Rad fort. Der Segway geht natürlich ganz anders ab. So ein bisschen erinnert mich das an meine Ausfahrt mit dem E-Bike. Doch egal, wie sehr ich mich nach vorn lehne, um zu beschleunigen – bei 20 km/h ist Schluss. Das gefällt mir persönlich gut, denn das Gefährt wiegt immerhin 50 kg und die müssen erstmal kontrolliert werden. Nach einer gewissen Zeit wurde es aber doch etwas monoton. Wo bleibt denn nun der Kick, frage ich mich? Ah, da isser ja…

Wozu gibt´s schließlich Kurven? Mit fast 2 PS auf jedem Rad und einem minimalen Wendekreis bleibt der Spaß nicht auf der Strecke! Falls Sie jetzt an den Kaufhauscop denken, muss ich Sie leider enttäuschen. Ganz so rasant war ich nicht unterwegs, ich habe mich schlichtweg nicht getraut. Unser Emil Rathenau hatte übrigens auch seinen Spaß:

Für mich als passionierten Radler ergab sich beim Fahren eine ganz andere Herausforderung. Denn in Kurven muss ich den Körper neigen und dabei das äußere Bein belasten. Das erinnert mich schwer ans alpine Skifahren. Beim Radfahren sind die Abläufe dann doch etwas anders, was mir besonders auf den ersten Metern morgens einige Konzentration abverlangte. Wer´s beim Kurvenfahren übertreibt, wird durch ein deutliches Rütteln auf den Grenzbereich hingewiesen.

Fazit: technisch sehr beeindruckend, aber nur bedingt alltagstauglich

So ein Segway ist echt komfortabel und macht dabei eine Menge Spaß. Das war eine wirklich spannende Erfahrung! Beim Anschaffungspreis muss sicher nicht nur ich einmal schlucken, schließlich bekommt man für den Preis eines Segway i2 auch ganz andere Gefährte. Beim Radfahren habe ich dennoch mehr Spaß, weil ich doch etwas mehr tue, als nur mein Gewicht zu verlagern. Außerdem kann ich mit dem Rad auch mal schneller als 20 km/h fahren, was mir besonders auf längeren Fahrten besser gefällt. Für viele andere Einsatzfelder ist der Segway mit Sicherheit prima geeignet, z.B. für Touren, bei der Polizei, oder beim Golfen.

Marco Albrecht

Marco Albrecht arbeitet seit Januar 2015 in der Unternehmenskommunikation. Immer mit der Bahn und dem Rad unterwegs, passt er bestens zu Energiedienst. Termine für Führungen gibt´s unter bit.ly/1lMl05i

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