Dass die Energiewende in vollem Gange ist, hat inzwischen wohl jeder bemerkt. Ebenso, dass damit die Energielandschaft komplett umgebaut wird. In Deutschland wird aktuell rund ein Drittel des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energie gewonnen. Tendenz steigend. Was das für die Energieversorger bedeutet, ist vielen aber noch nicht klar.

Denn dieser Zuwachs – vor allem aus Wind- und Sonnenstrom – schickt die Strompreise an der Börse auf Sinkflug. Aktuell liegt der Preis für eine Megawattstunde Grundlast des Lieferjahres 2018 bei rund 30 Euro. Zum Vergleich: Im Jahresschnitt 2010 kostete die Megawattstunde des Grundlastbandes für das Lieferjahr 2011 noch etwa 50 Euro.

Früher war das Geschäft einfach. Die Energieversorger hatten verlässliche Daten für die Planung und konnten relativ einfach abschätzen, ob sich Kraftwerke rechnen. Sie investierten, bauten Kraftwerke und konnten gute Ergebnisse einfahren. Doch das hat sich radikal geändert.

Erklärtes Ziel der Bunderegierung ist es, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu steigern. 2050 sollen 80 Prozent des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Wichtiges Instrument ist die Förderung aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG). Wie man am fortschreitenden Ausbau sieht, funktioniert das.

Doch niemand hatte dabei auf dem Radar, dass die Börsenpreise für Strom durch das neue Angebot an gefördertem EEG-Strom derart in die Knie gehen würden. Mit entsprechenden Folgen für die Bilanzen der Energieversorger.

Was kann man tun: Hoffen, dass es besser wird, wenn ab 2022 die Kernkraftwerke vom Netz gehen und so Kapazität vom Markt genommen wird? Auf staatliche Subventionen warten? Oder das Glück in die eigene Hand nehmen?

Wir haben uns für letzteres entschlossen. Denn wir gehen mittelfristig nicht von einer Umkehr der Entwicklung der Börsenstrompreise aus. Somit bleibt der Druck aufs Geschäft.

Soll die Energiedienst-Gruppe weiter erfolgreich sein, muss sie handeln. Deshalb haben wir den Energiemarkt der Zukunft betrachtet und verschiedene Szenarien durchgespielt. Sie alle führten zu einem Schluss: Die Energiewelt wird dezentral, erneuerbar und digital.

Kunden nehmen ihre Energiebereitstellung mehr und mehr in die eigenen Hände. Sie werden zu „Prosumern“, die die Energie, die sie brauchen, selbst erzeugen und vielleicht sogar mit anderen teilen.

Aus dieser Überzeugung ist unsere neue Vision entstanden: „Wir verwirklichen unseren Kunden ihre eigene Energiewende.“ Die Botschaft ist eindeutig. Der Kunde steht im Zentrum aller Aktivitäten. Und wir wollen ihn auf seinem Energiewende-Weg begleiten.

Auch wenn die Ergebnisse nicht mehr so groß sind wie früher, sehen wir uns im traditionellen Geschäft als erfolgreiches Unternehmen. Deshalb bleibt dies unsere Basis. Doch für das Zukunftsbild entwickeln wir neue Geschäftsfelder.

Hier haben wir drei Initiativen im Blick:

  • Photovoltaik: Energiedienst wird zum Systemanbieter, der das Gebäude als Energiesystem betrachtet und verschiedene Komponenten intelligent zusammenführt.
  • Wärme- und Energielösungen als Projektgeschäft für Gewerbe, Industrie und Gemeinden: Energiedienst knüpft an die erfolgreichen Projekte an, unter anderem Wärmenetze, Abwärmenutzung und Quartierskonzepte.
  • Elektromobilität: Energiedienst baut die Ladesäuleninfrastruktur und das E-CarSharing-Angebot in Südbaden und der Schweiz aus.
Mehr Infos zur Unternehmensstrategie: www.energiedienst.de

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