„Tu Gutes und Rede darüber“! Dass wir die Hochschule Furtwangen nun schon 8 Jahre im Rahmen von „Energie für Ideen“ (EFI) finanziell unterstützen ist ja nichts Neues. Was dort alles gemacht wird, das ist jedoch bewundernswert. Jedes Jahr findet ein „Workshoptag im Labor“ unter dem Motto „Schule meets Hochschule“ statt. Hier dürfen Gymnasiasten der Oberstufe zu einem praktischen Tag vorbeikommen und „Laborluft“ schnuppern.

 

Vorbereitung-Workshop_Blog

Das Team von Evelyn Meister (hinten links) bei der Vorbereitung des Workshops.

Die Studentin Evelyn Meister von der Fachhochschule Furtwangen hat mir ein paar Fragen zum Verlauf des Workshoptages beantwortet:

Welche Workshop-Themen haben Sie in diesem Jahr beim Workshop „Schule meets Hochschule“ behandelt und welche Schüler wurden dazu eingeladen?

Rund 47 Schüler durften die von uns Studenten vorbereiteten Themen auf ihre Praxistauglichkeit testen: Bau eines Chaospendels, Wirkungsgrad von Solarzellen, Altpapierrecycling, Milchsäuregärung sowie die Stärkebestimmung in verschiedenen Grünschnitten.

Wir hatten in diesem Jahr die 10. Klasse des Fürstenberg-Gymnasiums Donaueschingen und das Villinger Hoptbühl-Gymnasium bei uns in der Fakultät „Medical and Life Sciences“.

Mit welchem Thema haben Sie selbst sich denn beschäftigt?

Ich bin Studentin des 1. Fachsemesters der Studienrichtung Bio- und Prozesstechnologie und wir Studenten haben zusammen mit einzelnen Schülern den Stärkegehalt verschiedener Grünschnitte ermittelt.

Das Ziel des Workshops war, den Schülern die vielfältige Welt der Bio- und Prozesstechnologie näher zu bringen. Die interessierten Schüler durften – mit Anleitung von uns Studenten – selbstständig Versuche durchführen.

Wie ist dann dieser Tag genau abgelaufen? Was kann man sich darunter vorstellen, wenn der Stärkegehalt in Grünschnitten untersucht wird?

Ein wichtiges Kriterium für einen reibungslosen Verlauf der Versuche war die gute mehrwöchige Vorbereitung des Workshoptages durch uns Studenten.

Zu Beginn des Workshops gab es einen theoretischen Teil, um die einzelnen Arbeitsschritte zu verdeutlichen sowie die benötigten Materialien vorzubereiten. Um die Kommunikation und den Zusammenhalt zwischen den Schülern und uns zu stärken, haben wir zu Beginn des Workshops gemeinsam in der Kantine der Hochschule gegessen.

Am Anfang des Projekts mussten wir als Gruppe den Begriff „Grünschnitt“ erst einmal eingrenzen. Zunächst entschieden wir uns für die Materialien Gras, Weizen, Seepflanze, Spinat, Geranie und Rucola.

Damit wir den Stärkegehalt ermitteln konnten, mussten wir den Grünschnitt mechanisch vorbehandeln, also mahlen und pressen und im zweiten Schritt auf ihren Stärkegehalt analysieren.

Gruenschnitt_zermahlen

Mühsame Handarbeit – das Zermahlen des Grünschnitts.

Dann fanden wir heraus, dass diese Materialien nur wenig Stärke enthielten. Daher entschieden wir uns für die Grünkerne – auch „Urkörner“ genannt.

Laut unserer Gruppenleiterin gehört der Grünkern auch zu der Gruppe der Grünschnitte und dieser enthielt eindeutig mehr Stärke.

Gruenkern

Schon gewusst – Grünkern gehört auch zur Gruppe der Grünschnitte?

Abwiegen

Wichtig im Labor: Genaues Abwiegen der Materialien auf der Feinwaage.

Und wie genau kann man den Stärkegehalt in Grünkernen ermitteln?

Das gemahlene und abgewogene „Stärkemehl“ wurde mit verschiedenen Jod-Lösungen und „vollentsalztem Wasser“ vermengt und damit einzelne Verdünnungsreihen in kleinen Reagenzgläsern angelegt.

Mithilfe eines Photometers konnten die Schüler den Stärkegehalt der Verdünnungen ablesen. Die Menge an Stärke, die wir am Ende des Versuchs erhalten haben, entsprach – mit nur wenigen Gramm Unterschied – tatsächlich den Angaben, die auf der Verpackung der gekauften Grünkerne zu finden waren.

Verduennungsreihe_1

Hier werden mit der Pipette …

Verduennungsreihe_2

… die Verdünnungsreihen angelegt.

Wie haben die Schüler diesen Tag erlebt?

Ich hatte den Eindruck, dass es den Schülern so sehr Spaß machte, mit den Instrumenten unseres Laboratoriums zu arbeiten, dass man es ihnen kaum aus den Händen nehmen konnte!

Sie waren motiviert, die Arbeitsschritte genau und korrekt durchzuführen. Dies bestärkte uns in unserem Vorhaben, den Schülern die Welt der Bio- und Prozesstechnologie näher zu bringen.

Nachdem die Versuche vollständig durchgeführt wurden, bekamen die Schüler die Gelegenheit, ihre Ergebnisse in einer Abschlusspräsentation darzustellen und den Versuch mit ihren eigenen Worten zu beschreiben.

Ich muss gestehen, dass während den Abschlusspräsentationen nicht nur die Schüler aufgeregt und gespannt waren – wir waren es auch! Die Zusammenarbeit mit den Schülern war für mich und meine Kommilitonen eine sehr positive Erfahrung.

Und für wen ist es wichtig, zu wissen, wieviel Stärke Grünkern enthält?

Die ganzen Workshops fanden in diesem Jahr mit dem Themenschwerpunkt „Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und Robotik“ statt. Und da verschiedene Grünschnitte zur Energiegewinnung, z. B. in Biogasanlagen zum Antrieb von Gasturbinen eingesetzt werden, wollten wir herausfinden, welche Materialien hier am besten geeignet sind.

Dann wünsche ich Ihnen weiterhin viele tolle Ideen für zukünftige Workshoptage und wir bei Energiedienst unterstützen Sie weiterhin sehr gerne dabei. Herzlichen Dank für das angenehme Gespräch!

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